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Wale als Klimaschützer: WWF fordert besseren Schutz für “wandernde CO2-Speicher”
Anlässlich des Welttags der Wale am 16. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) verstärkte Schutzmaßnahmen für die Meeressäuger. Denn Wale sind nicht nur unverzichtbar für den Nährstoffaustausch in den Meeren, sondern speichern auch riesige Mengen an CO2 und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. “Wale sind wandernde CO2-Speicher. Ein Wal kann im Laufe seines Lebens so viel klimaschädliches CO2 in seinem Körper binden wie 1.000 Bäume. Wer Wale schützt, schützt also auch das Klima”, sagt WWF-Meeresexperte Axel Hein. Mit ihrem Kot düngen Wale zudem das Meer: Ihre Ausscheidungen fördern das Wachstum von Phytoplankton, das wiederum CO2 bindet und Sauerstoff produziert. Durch ihre weiten Wanderungen und Tauchgänge in große Tiefen durchmischen sie die Wassermassen zusätzlich. “Wale sind nicht nur Klimaschützer, sondern auch die Gärtner der Ozeane. Das macht sie unverzichtbar für das maritime Gleichgewicht. Sie brauchen dringend weltweit besseren Schutz”, sagt Hein vom WWF Österreich.
Denn trotz erfolgreicher Artenschutzmaßnahmen gelten heute noch immer sechs der 13 großen Walarten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht: Finnwale, Pottwale, Blauwale, Seiwale und nordatlantische sowie nordpazifische Glattwale. Die größten Bedrohungen für die Tiere sind Beifang, Geisternetze, Kollisionen mit Schiffen, Plastikverschmutzung, Lärm und die Auswirkungen der Klimakrise. “Damit sich die Bestände erholen können, müssen Schutzgebiete weltweit ausgeweitet, besser vernetzt und menschliche Bedrohungen reduziert werden. Nur so können Wale ungestörter leben”, sagt Axel Hein vom WWF.
“Blaue Korridore” besonders schützen
Zur Fortpflanzung und zur Nahrungssuche sind Wale auf regelmäßige und weite Wanderungen durch die Ozeane angewiesen. Werden diese Routen durch die Schifffahrt und Fischerei gestört, ist das für den Fortbestand ihrer Art besonders dramatisch. Der WWF fordert daher dringend diese sogenannten “Blauen Korridore” unter Schutz zu stellen: “Die Wanderwege der Wale gleichen derzeit tödlichen Hindernisparcours. Wir müssen ihre Routen besser sichern. Nur dann können Wale ihre wichtigen Funktionen für die Meere und letztlich auch für uns Menschen erfüllen”, sagt Hein.
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