Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Warum Tirol Ruhegebiet wird
Nach der Ruhendstellung der Kraftwerke Kaunertal und Isel und dem Tiefschlaf des Regionalkraftwerks Mittlerer Inn und in Tumpen könnte man meinen, ganz Tirol werde langsam zum Ruhegebiet. Seit 10 Jahren plant die TIWAG und kann doch nirgends landen. Was steckt dahinter – eine plötzliche Einsicht in die Schutzwürdigkeit des Naturerbes? Wohl kaum. Aber wer jahrelang versucht, Gesetze um umweltschädliche Kraftwerke herumzubasteln statt von Anfang an naturverträgliche Standorte zu wählen und stur an Projekten wie im Kaunertal festhält, will es offenbar genau wissen. Mit der ebenso hartnäckigen Gegenseite – von NGOs über Grundbesitzer, Gemeinden, Kajaksportler und Fischer – und dem wieder erstarkten Rückgrat der Grünen, die sich nun doch dazu durchgerungen haben, nicht alle Großvorhaben abzuknicken, haben ÖVP und TIWAG nicht gerechnet. Am schwersten wiegt jedoch wohl die dreist zur Schau gestellte „Mir-san-mir“- Einstellung einzelner TIWAG Funktionäre, die schlussendlich auch Regula Imhof zu ihrem Rückzug veranlasst hat. „Die TIWAG ist halt ein Männerbund“ hörte man von Grüner Seite dazu nur. Dabei müssen Land und TIWAG begreifen, dass die Zeit des Drüberfahrens vorbei ist. Denn die Energiewende kann nicht verordnet oder befohlen werden, sondern lässt sich nur gemeinsam erarbeiten. Dazu sind – vielleicht außer ein paar Männerbünden – alle betroffenen Gruppierungen bereit.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.
WWF: Renaturierungs-Atlas zu Flüssen zeigt Fortschritte in ganz Österreich, Lücken in Tirol
Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung












