Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Weltnaturkonferenz: WWF sieht Schritte in die richtige Richtung

Zum Abschluss der 16. Weltnaturkonferenz in Rom sieht der WWF Österreich Schritte in die richtige Richtung. Die Staatengemeinschaft beschloss unter anderem, wie internationale Gelder für den Erhalt der Biodiversität in Zukunft lukriert und verteilt werden sollen. Außerdem einigte man sich auf einen Umsetzungsmechanismus, damit Fortschritte künftig überprüft werden können. “Das sind notwendige Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und damit unserer Lebensgrundlagen. Den Einigungen müssen jetzt aber Taten folgen”, sagt WWF-Experte Joschka Brangs. Insgesamt sind die bisher bereitgestellten Gelder weiterhin unter den selbstgesteckten Zielen der Staatengemeinschaft. Der WWF fordert daher mehr globale Solidarität. Denn eine ausreichende Finanzierung ist entscheidend für eine wirksame Umsetzung des Weltnaturabkommens, das bis 2030 den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen und umkehren soll.
Naturverlust unterstreicht Handlungsbedarf
Wie dramatisch der Naturverlust voranschreitet, zeigt unter anderem der “Living Planet Report” des WWF. Demnach sind die global untersuchten Bestände von Säugetieren, Vögeln, Amphibien, Reptilien und Fischen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent zurückgegangen. Auch in Österreich besteht großer Handlungsbedarf: Derzeit sind über 80 Prozent der FFH-geschützten Arten und Lebensraumtypen in keinem günstigen Erhaltungszustand und nur noch 14 Prozent der Flüsse sind ökologisch intakt. Zudem sind bereits 90 Prozent der ursprünglichen Moorflächen zerstört. Besonders negativ wirkt sich dabei auch die starke Bodenversiegelung und Zersiedelung der Landschaft aus.
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