Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Wilderei bedroht Störe: WWF warnt vor Aussterben der letzten “Donau-Dinosaurier”
Die Störe der unteren Donau sind vom Aussterben bedroht. Denn Wilderei und illegaler Handel bringen die seltenen Tiere an den Rand ihrer Existenz. Das zeigt ein aktueller Bericht der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature). Demnach sind zwischen 2016 und 2023 insgesamt 395 Fälle von verbotenem Fang und Handel bekannt geworden. Betroffen waren 1.031 Tiere in Bulgarien, Rumänien und der Ukraine – die Dunkelziffer liegt weit darüber. “Wenn wir die Wilderei nicht stoppen, drohen die letzten „Donau-Dinosaurier“ auszusterben. Und das trotz aufwändiger Aufzucht- und Wiederansiedlungsprojekte der EU und Österreichs zum Erhalt der Störe”, sagt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. Internationale Schutzmaßnahmen und Verbote konnten den bedrohlichen Trend der letzten Jahre nicht brechen. Grund dafür ist die anhaltende Nachfrage nach Stör-Fleisch und vor allem Kaviar. “Jährlich verzeichnen die Behörden in Bulgarien, Rumänien und der Ukraine zwischen 50 und 65 illegale Fälle. Besonders tragisch ist der Verlust von Weibchen mit Eiern. Jetzt zählt jeder überlebende Stör, um die Populationen langfristig zu erhalten”, sagt Jahrl vom WWF Österreich. Der WWF appelliert daher an alle beteiligten Behörden, die Fischerei, den Transport und Handel stärker zu kontrollieren und Rechtsverstöße strikt zu ahnden.
Für den Schutz der Donau-Störe arbeitet der WWF an der unteren Donau eng mit lokalen Fischern zusammen, bindet sie in Forschung und Schutzmaßnahmen ein oder hilft beim Aufbau alternativer Einnahmequellen. Außerdem unterstützt der WWF auch erfolgreich die lokalen Behörden. Das betrifft zum Beispiel das Aufspüren von illegalen Hakenleinen mit Unterwassersonar-Geräten: “Allein in Bulgarien konnten 37 Kilometer an illegalen Leinen geborgen werden”, sagt Jutta Jahrl vom WWF Österreich.
Störe gelten als die am meisten gefährdete Artengruppe der Welt. Drei Störarten in der unteren Donau sind inzwischen vom Aussterben bedroht: der Hausen (auch bekannt als Beluga), der Sternhausen sowie der Waxdick (auch bekannt als Russischer Stör). Außerdem wurde 2022 mit dem Sterlet auch die einzige noch in Österreich vorkommende Art als stark gefährdet eingestuft. Zwei weitere Störarten sind in der Donau bereits ausgestorben. In Bulgarien, Rumänien und der Ukraine ist eines der weltweit wichtigsten Verbreitungsgebiete dieser seltenen Fische.
- Der ausführliche Bericht (englisch) hier zum Download.
- Bildmaterial hier zum Download.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









