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WWF am Tag der Regenwälder alarmiert: Naturparadiese stehen vor dem Kollaps
Die letzten Regenwälder stehen vor dem Kollaps. Davor warnt die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) anlässlich des internationalen Tages der Regenwälder am kommenden Sonntag. Jede Minute geht eine Fläche von zehn Fußballfeldern an artenreichen Tropenwäldern aufgrund von Landnutzungsänderungen, illegaler Entwaldung, Bergbau und Ausweitung von menschlichen Siedlungen verloren. Die Zerstörung erreicht weltweit bereits ein kritisches Ausmaß. “Wir riskieren, unsere wertvollen Schatzkammern der Artenvielfalt für immer zu verlieren. Wir müssen jetzt alles tun, um das Erreichen gefährlicher Kipp-Punkte zu verhindern, bevor es zu spät ist”, fordert WWF-Regenwaldexperte Georg Scattolin.
Ein großflächiges “Kippen” von Regenwaldgebieten hätte nicht nur dramatische Folgen für die Artenvielfalt, sondern auch verheerende Auswirkungen auf das globale Klima: “Je schlechter der Zustand des Waldes, desto weniger kann er sich von klimatischen Veränderungen wie Dürren oder Bränden erholen. Damit schwindet auch seine Fähigkeit, CO2 zu speichern, was den Klimawandel weiter antreibt – ein Teufelskreis”, sagt Scattolin vom WWF.
Regenwälder erfüllen unverzichtbare Funktionen für unser Leben auf der Erde. Sie beherbergen mehr als die Hälfte aller Pflanzen- und Tierarten der Welt. Sie sind unverzichtbar für das globale Klima, da sie große Mengen Kohlendioxid binden und so zur Regulierung des Weltklimas beitragen. Zudem sind sie die Heimat zahlreicher indigener Völker, deren Lebensweise untrennbar mit den Wäldern verbunden ist. “Diese einzigartigen Ökosysteme spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt und für das Wohlergehen indigener Gemeinschaften”, sagt Georg Scattolin vom WWF Österreich.
Der WWF Österreich engagiert sich weltweit für die Regenwälder. Das betrifft zum Beispiel den Lebensraum der letzten Tiger im thailändischen Kui Buri Nationalpark oder jenen der asiatischen Elefanten in Myanmar. Im peruanischen Amazonas arbeitet der WWF mit vollem Einsatz daran, das Überleben der seltenen rosa Flussdelfine zu sichern und Jaguare vor Wilderei zu schützen.
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