Anhaltende Trockenheit verschärft Wassermangel im Nationalpark und gefährdet Biodiversität – WWF fordert Stadt Wien zum Handeln auf
WWF-Analyse: Sanierungswillige bei Banken heiß begehrt
Laut einer Umfrage unter den größten österreichischen Retail-Banken durch den WWF Österreich sind Sanierungswillige bei den Banken aktuell heiß begehrt: Sieben der neun befragten Banken gaben an, interne Pläne zur Steigerung der Sanierungsraten bzw. der Energieeffizienz der finanzierten Gebäude implementiert zu haben. Alle befragten Bankinstitute bieten Sanierungskredite und Hilfe bei der Recherche relevanter Förderstellen bzw. der Antragstellung. Fünf Banken (HYPO NOE-Wien, Raiffeisenlandesbank OÖ, Sparkasse OÖ, Sparkasse KTN, Steiermärkische Sparkasse) haben eigene Online-Sanierungsrechner entwickelt.
Nur drei Geldinstitute (UniCredit Bank Austria, HYPO NOE-Wien und Sparkasse OÖ) bieten bei Krediten für effizienzsteigernde Sanierungsmaßnahmen konkrete finanzielle Anreize, meist in Form reduzierter Gebühren. „Diese ersten Schritte sind begrüßenswert, reichen aber bei weitem nicht aus, um die Sanierungsraten deutlich zu steigern. Um das österreichweite Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu schaffen, ist die Sanierungsquote bei Gebäuden immer noch viel zu niedrig. Die österreichischen Banken haben hier eine enorme Verantwortung und sollten flächendeckend vergünstigte Konditionen für klimafreundliche und naturverträgliche Investitionen in die eigenen vier Wände anbieten”, fordert Jakob Mayr, Experte für Sustainable Finance beim WWF Österreich.
Aktuell bereiten sich die Banken auf neue Offenlegungspflichten und Vorgaben der kommenden EU-Gebäuderichtlinie vor. Laut allen befragten Banken ist die Dekarbonisierung des eigenen Kreditportfolios ebenso wie die Erhöhung der Quote taxonomiefähiger Finanzierungen das Motiv für spezielle Leistungen für Sanierungswillige. Dazu kommt für acht von neun Geldinstitute die Wertsteigerung sanierter Gebäude, die als Sicherheiten verwendet werden. Für acht von zehn Banken ist auch das verbesserte Image in der Öffentlichkeit ein Beweggrund.
Trotz des derzeit hohen Zinsniveaus ist dank gut gefüllter Fördertöpfe und wegen der hohen Energiepreise das Energiesparen durch eine umfangreiche Sanierung dringend notwendig, um den Geldbeutel zu schonen und zugleich das Klima zu schützen. „Die beginnende Heizsaison ist der beste Zeitpunkt, eine umfassende thermische Sanierung der eigenen vier Wände zu planen. Die Förderungen sind hoch wie nie”, erklärt Jakob Mayr. Die wichtigsten Schritte, um das Eigenheim kostengünstig und energiesparend sowie klima- und naturfreundlich zu sanieren, hat der WWF im neuen Online-Ratgeber “In fünf Schritten zu Deiner Super-Sanierung” zusammengefasst.
Zur Methode: Für die Umfrage wurden 14 Banken per eMail-Fragebogen von 3. bis 20. Oktober 2023 kontaktiert. Elf Institute haben geantwortet, davon haben neun den Fragebogen detailliert ausgefüllt.
News
Aktuelle Beiträge
WWF warnt: Drei Viertel der Fluss-Pegel in Österreich mit Niedrigwasser
Extreme Trockenheit setzt Gewässer und Arten stark unter Druck – Besondere Betroffenheit in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten – WWF fordert Schutzpaket für Flüsse
WWF fordert Sieben-Punkte-Plan gegen zunehmende Dürre
„Österreichs Wasserpolitik nicht klimatauglich“ – WWF fordert mehr Wasserrückhalt, weniger Versiegelung und konsequente Renaturierung – Biber als natürlichen Helfer fördern
Studie der Uni Graz: Fehlende Klimapolitik gefährdet Budgetsanierung
Analyse des Wegener Centers zeigt steigende Kosten und fiskalische Risiken durch fehlende Klimaschutz-Maßnahmen – WWF fordert Kurswechsel in der Budgetpolitik
WWF: Persischer Leopard überwindet Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan
Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen










