Mindestens 23 Abschüsse allein im ersten Halbjahr 2026 – Von Jänner bis Juni schon mehr behördliche Tötungen als im gesamten Vorjahr – WWF kritisiert aggressives Vorgehen gegen geschützte Art
WWF begrüßt Wüstenstromprojekt „Desertec“ aber warnt vor Jubel
Wien, 14. Juli 2009 – Die Umweltorganisationen WWF begrüßt die Desertec-Initiative des deutschen Energie- und Finanzkonsortiums zum Bau von Solarkraftwerken in Nordafrika und im Nahen Osten. Der WWF strebt langfristig eine Energieversorgung mit Hundert Prozent Erneuerbarer Energie an.
Deshalb ist es vernünftig, wenn sich der internationale Handel mit Erneuerbaren Energien verstärkt, denn manche Länder haben bessere Möglichkeiten zur Produktion von sauberen Energieformen als andere. Die Umweltorganisation fordert aber vom neuen Solar-Konsortium, dass die Länder, in denen der Solarstrom produziert wird, ebenfalls von Desertec profitieren müssen: „Die Länder des Südens in denen Desertec gebaut wird, müssen ebenso ausreichende Vorteile von diesem Projekt haben. Gerade in Ländern Afrikas fehlt es an ausreichender Energieversorgung“, so Markus Niedermair.
Der WWF warnt davor zu glauben, dass das Desertec-Projekt die Energieprobleme Europas alleine lösen kann. Bisher ist das Projekt nur Zukunftsmusik. „Für eine Zukunft mit sauberer Energie reicht dieses Megaprojekt bei weitem nicht aus. Desertec darf deshalb keine Ausrede sein, die nationalen Bemühungen zum Ausbau erneuerbarer Energien zu verlangsamen. Wir brauchen eine Vielfalt an Erneuerbaren Energien und natürlich dürfen wir nicht vergessen auf der Nachfrageseite die Energieeffizienz massiv zu steigern“, so WWF-Energieexperte Markus Niedermair. Der Solarstrom aus Nordafrika kann nur Teil eines globalen Portfolios sein, ebenso wie Windenergie aus dem Atlantik, Bioenergie aus Osteuropa, eine umweltverträgliche Menge an Wasserkraft sowie Erdwärme und dezentraler Solarstrom wo dies möglich ist.
Zusätzlich, so regt der WWF an, braucht es einen paneuropäischen Vertrag zur Modernisierung, Harmonisierung und Effizienzsteigerung des europäischen Stromleitungsnetzes. „Dies wäre ein wichtiger Beitrag langfristig die fossilen durch Erneuerbare Energien zu ersetzen und den Klimawandel zu stoppen“, so Niedermair.
Weitere Informationen:
Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel.: +43 1 48817 231.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
March erstmals über 30 Grad: WWF warnt vor Hitzestress für Fische
Neuer Höchstwert von 30,3 Grad bei Hohenau – Bisheriger Rekord aus 2018 deutlich überschritten – WWF fordert Ausweitung von Renaturierungsprojekten
WWF-Kritik an Linzer “Österreich-Deklaration”: Stillstand beim Bodenschutz wird zementiert
Zitierte ÖROK-Zahlen zeigen massive Zielverfehlung von Bund und Ländern
Hitze – WWF fordert Sonderbudget für Entsiegelung und Renaturierung
Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen
llegaler Tigerhandel: Neuer Report zeigt Schwächen in Südostasiens Justizsystemen
WWF, GuArdean und TRAFFIC analysieren Strafverfolgung in sieben Tiger-Verbreitungsstaaten – Drahtzieher und Geldgeber werden bisher zu selten belangt – WWF fordert verstärkte Kontrollen und internationale Zusammenarbeit
Italienischer Top-Experte kritisiert Tiroler Wolfsabschuss: WWF fordert lückenlose Aufklärung
Zoologe Marco Apollonio bezeichnet Abschuss von Forschungswolf Mirco als „dumm und unnötig“ – WWF verlangt vollständige und transparente Aufklärung durch die Tiroler Landesregierung.
WWF-Erfolg: Mehr Wasser für den Mühlbach
Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.













