Gefährdete Vogelarten brüten am Inn – Steigende Bestände bei Flussuferläufern geben Hoffnung – Naturschutzorganisationen warnen vor Störungen durch Menschen
WWF: Erweiterung des Wildnisgebiets Dürrenstein ins Lassingtal ist ein Meilenstein
Naturschutzorganisation begrüßt wichtigen Fortschritt: Steiermark erhält nach langen Verhandlungen erstes Schutzgebiet der allerhöchsten Kategorie
Die am Donnerstag verkündete Erweiterung des Wildnisgebiets Dürrenstein ins steirische Lassingtal ist ein wichtiger Naturschutz-Erfolg. Der WWF Österreich gratuliert der Landesregierung, den Bundesforsten und der Wildnisgebietsverwaltung zur Schaffung des ersten Schutzgebietes der höchsten Kategorie in der Steiermark. „Aufgrund der akuten Klima- und Biodiversitätskrise braucht unsere Natur dringend mehr Räume, in denen sie sich frei und nach ihren eigenen Gesetzen entfalten kann, um sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Genau das bieten nur Nationalparks und Wildnisgebiete, die bundesweit weiter ausgebaut werden müssen“, fordert WWF-Experte Josef Schrank von der Bundesregierung. Denn im Koalitionspakt sind explizit gemeinsame Initiativen mit den Bundesländern zur Schaffung neuer und zur Erweiterung bestehender Nationalparks und Wildnisgebiete vorgesehen.
Das 2001 geschaffene Wildnisgebiet Dürrenstein gehört mit dem darin befindlichen Urwald Rothwald sowohl national als auch international zu den bedeutendsten Schutzgebieten. „Mit der aktuellen Erweiterung von bislang 3.500 Hektar auf nunmehr rund 7.000 Hektar wird eine neue Qualitätsstufe erreicht. Die streng geschützte Fläche, auf der sich natürliche Abläufe ungehindert entfalten dürfen, erhöht sich zusammen mit dem Nationalpark Gesäuse damit in der Steiermark auf knapp 130 Quadratkilometer bzw. 0,8 Prozent der Landesfläche“, sagt WWF-Wildnisexperte Josef Schrank.

Derzeit verfügt Österreich über sechs Nationalparks und zwei Wildnisgebiete (Dürrenstein und Sulzbachtäler im Nationalpark Hohe Tauern Salzburg). „Die Erweiterung von Dürrenstein ins Lassingtal ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das trägt auch entscheidend zur Vernetzung des Wildnisgebiets mit dem benachbarten Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse bei“, sagt WWF-Experte Schrank.
Auch die Europäische Union hat die Zeichen der Zeit erkannt. Laut der EU- Biodiversitätsstrategie 2030 sollte künftig auf zehn Prozent der EU-Landfläche ein natürlicher – das heißt vom Menschen weitgehend ungestörter – Ablauf ökologischer Prozesse in Form eines strengen Schutzes ermöglicht werden. In Österreich hat die Natur aktuell nur auf rund 1,2 Prozent der Staatsfläche rechtlich abgesichert absoluten Vorrang.
Rückfragehinweis:
Mag. Nikolai Moser
Leiter Kommunikation WWF Österreich
+43 664 883 92 489
nikolai.moser@wwf.at
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