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WWF fordert bessere Kennzeichnung von Osterschinken
Weniger als drei Prozent der heimischen Schweineaufzucht in Bio-Qualität. Umweltschutzorganisation mahnt zu besonderer Vorsicht beim Einkauf von verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren

Wer beim Kauf des Osterschinkens auf Bio-Qualität achtet, tut nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt und dem Klima Gutes. 97,2 Prozent der heimischen Schweine werden in konventioneller Haltung und damit unter ökologisch problematischen Bedingungen großgezogen. Nur 2,8 Prozent der Schweinefleischproduktion findet unter Bio-Standard statt – unter anderem mit mehr Auslauf für die Tiere und gentechnikfreier Fütterung. “Der Einsatz von gentechnisch veränderten, importierten Futtermitteln ist besonders problematisch, weil dafür oft wertvolle Lebensräume wie tropische Regenwälder oder Savannen zerstört werden. Indem wir uns für biologische Qualität entscheiden, haben wir einen großen Hebel im Kampf gegen Naturzerstörung und die Klimakrise in der Hand”, sagt Hannah-Heidi Schindler, WWF-Programmmanagerin für nachhaltige Ernährung. Gerade bei unverpackten und verarbeiteten Fleischprodukten wie dem Osterschinken ist besondere Vorsicht geboten: Hier muss die Herkunft nicht angegeben werden. Endkonsument*innen können dadurch nicht erkennen, wo ihr Fleisch herkommt und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden.
Der WWF Österreich fordert daher eine umfassende und transparente Kennzeichnung nach Herkunft und Tierwohl bei Frischfleisch und verarbeiteten Fleischprodukten sowohl im Einzelhandel als auch in der Außer-Haus-Verpflegung. “Die Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie produziert wurden. Nur dann können sie bewusste Entscheidungen treffen”, sagt Schindler.
Falsche Ernährungsgewohnheiten befeuern Naturzerstörung, Klimakrise und Artensterben. Daher hat der WWF Österreich eine einzigartige Orientierungshilfe für nachhaltigen Fleisch-Einkauf erarbeitet. Grünes Licht gibt der WWF in seinem Fleischratgeber nur für Bio-Fleisch, am besten aus der Region. Weitere Produkte werden anhand eines Ampelsystems auf Basis ihrer Umweltfolgen gereiht. „Weniger und dafür biologisches Fleisch zu konsumieren, wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Umwelt und das Klima aus, sondern auch auf unsere Gesundheit“, sagt Schindler und verweist auf den sehr hohen Fleischkonsum in Österreich: Mit 63 Kilogramm pro Kopf und Jahr essen wir hierzulande drei mal so viel Fleisch wie von den Gesundheitsbehörden empfohlen. Der WWF-Fleischratgeber ist eine Hilfestellung für jene Menschen, die sich gesünder und umweltbewusster ernähren möchten, ohne dabei zur Gänze auf Fleisch zu verzichten.
Rückfragehinweis:
Alexa Lutteri, MA BSc
Pressesprecherin WWF Österreich
+43 676 834 88 240
alexa.lutteri@wwf.at
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