An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Der Krieg im Nahen Osten macht erneut die Abhängigkeit Österreichs von importierten fossilen Energien aus Krisen- und Konfliktstaaten deutlich. Anlässlich dessen fordert die Naturschutzorganisation WWF eine „großflächige Offensive gegen Energieverschwendung“ von der Bundesregierung und den Ländern. Zentral dafür seien eine Verschärfung des Energieeffizienzgesetzes, die Verdopplung der Sanierungsrate von Gebäuden sowie ein Maßnahmenbündel gegen die Erdöl-Abhängigkeit im Verkehr. „Eine echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an, um die Abhängigkeit von Öl und Gas langfristig zu reduzieren. Jede eingesparte Kilowattstunde macht Österreich krisenfester, schützt das Klima und entlastet Haushalte sowie Wirtschaft“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.
Für seine Krisenresilienz braucht Österreich aus WWF-Sicht eine doppelte Strategie: konsequentes Sparen von Energie und wertvollen Ressourcen sowie einen naturverträglichen Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. „Der notwendige Ausbau erneuerbarer Energien muss gut geplant und konsequent naturverträglich erfolgen. Denn eine intakte Natur ist immer noch unser bester Verbündeter gegen die Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise ist“, sagt Viktoria Auer vom WWF. „Österreich hat vor allem bei der Photovoltaik und der Windkraft große Potenziale, die relativ rasch realisiert werden können, während die Wasserkraft bereits extrem ausgebaut ist. Dort geht es um die Modernisierung der Anlagen anstelle eines ungezügelten Verbauens der letzten frei fließenden Flüsse“, sagt Auer.
„Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass Energiesicherheit, Klimaschutz und Naturschutz langfristig zusammen gedacht werden müssen. Eine ambitionierte Energiespar-Offensive in allen Sektoren ist deshalb nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Notwendigkeit“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.
News
Aktuelle Beiträge
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert
Hitzewelle: Stark gefährdete Huchen in der Pielach verendet
Fotobelege aus Wasserkraft-Restwasserstrecken – WWF fordert akute Wasserabgabe, Schutzprogramm und rasche Renaturierung der letzten Huchenflüsse
WWF-Analyse stellt Tiroler Abschuss von Forschungswolf infrage
Auswertung der Standortdaten zeigt unauffällig wandernden Wolf abseits von Ortschaften – Forschungsleiter kritisiert Vorgehen der Behörden – WWF fordert volle Aufklärung durch Landesregierung
WWF kritisiert Niederösterreichs Angriff auf Renaturierung scharf
Naturschutzorganisation: Blockade-Drohung ist fahrlässig und verantwortungslos – Wiederherstellung der Natur schützt Gemeinden vor Hitze, Hochwasser und Folgekosten










