Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
WWF fordert: Schluss mit Verzögerungen bei Natura 2000 in Tirol
Innsbruck, 13. Oktober 2017. „Dieses Schauspiel haben sich weder die Tirolerinnen und Tiroler noch die Natur verdient!“, meint Christoph Walder vom WWF zur neu aufgeflammten Debatte um die Natura 2000-Gebiete in Tirol. „Muss uns jetzt wirklich schon die EU sagen, wo unsere schützenswerten Gebiete liegen?“
Seit über 10 Jahren steht fest, dass Tirol zusätzliche Schutzgebiete nominieren muss, und auch, welche Lebensräume und Arten betroffen sind. Nachdem die Europäische Kommission dem Land Tirol in einem Schreiben konkret mitteilte, welche Gebiete in Tirol nach zu nominieren seien, kündigte LHStv.in Felipe medial nur an, diese Vorschläge prüfen zu wollen.
„Dabei sind etwa die Forderung nach einem Schutz der gesamten Isel inklusive ihrer Zuflüsse oder des Piz Val Gronda beileibe keine Überraschungen.“, ärgert sich Walder. „Statt selber das Heft in die Hand zu nehmen und endlich die richtigen Lebensräume fachlich korrekt auszuweisen, wird dauernd auf Verzögerung und Verschleppung des Prozesses gesetzt. Damit muss jetzt Schluss sein!“
„Die Landesregierung setzt ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn man Natura 2000 immer erst auf Druck aus Brüssel umsetzt, und dann nur in Minimalvarianten.“, meint Walder. Hintergrund für dieses Verhalten ist für den WWF die ablehnende Haltung einzelner Wirtschafts- und Bauernfunktionäre. Walder: „Hier zeigt sich ein ähnliches Bild wie schon beim lang versprochenen und nie umgesetzten Schutz der Tabustrecken für Gewässer in Tirol. Wir wünschen uns ein bisschen mehr Mut von Ingrid Felipe, sich für den Schutz der bedrohten und wertvollen Natur einzusetzen!“
Rückfragehinweis:
Christoph Walder, Bereichsleiter Naturschutz WWF Österreich, +43 676 9255430, christoph.walder@wwf.at
Martin Hof, Pressesprecher WWF Österreich, +43 676 83488 306, martin.hof@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung













