Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!
WWF fordert Schutzpaket für heimische Flüsse: Flusspegel auf bisher tiefstem Stand
Wien, am 5. August 2026 – Die anhaltende Hitze setzt Österreichs Flüsse unter Druck und lässt die Flusspegelstände auf den bisher tiefsten Wert des Jahres sinken, warnt der WWF aus Basis offizieller Zahlen der hydrographischen Monatscharakteristik. Im ganzen Bundesgebiet liegen die Pegelstände teils weit unter dem langjährigen Monatsmittel – an 90 Prozent der Messstellen sind sie sogar sehr niedrig. „Die Warnsignale häufen sich: Niedrige Pegel, überhitzte Gewässer und zunehmende Berichte über Fischsterben zeigen, dass unsere Flüsse an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Österreichs natürliche Wasserspeicher zu schützen und wiederherzustellen muss jetzt oberste Priorität haben”, sagt WWF-Expertin Marie Pfeiffer. Intakte Flüsse, Auen und Feuchtgebiete können Wasser länger in der Landschaft halten und Trockenperioden, wie wir sie in diesem Sommer auffallend oft erleben, abfedern.
In Niederösterreich zeichnen die Daten von Ende Juli ein besonders fatales Bild: Die Thaya verzeichnete um -90 Prozent geringere Abflüsse, der Kamp und die Leitha jeweils -89 Prozent. Ebenfalls stark betroffen sind die Bregenzer Arche in Vorarlberg (-83 Prozent) und die Pinka im Burgenland (-80 Prozent). An der March wurde mit 12,8 Kubikmeter pro Sekunde sogar der tiefste Wasserdurchfluss jemals gemessen. „Die Natur hat einen Großteil ihrer natürlichen Resilienz verloren. Begradigte Flüsse, entwässerte Moore und versiegelte Flächen verschärfen die Auswirkungen von Dürre und Hitze. Die neuen Tiefststände zeigen, wie entscheidend intakte Flüsse sind, um Wasser in der Landschaft zu halten und die Folgen von Trockenheit abzumildern”, sagt WWF-Expertin Marie Pfeiffer. Der WWF fordert daher ein Schutzpaket für die heimischen Flüsse. Zentrale Maßnahmen sind die Wiederherstellung von Auen und Feuchtgebieten, der Erhalt der letzten frei fließenden Flüsse sowie die Renaturierung verbauter Gewässer.
Bilder von WWF-Expertin Marie Pfeiffer sind hier abrufbar.
Deutlichste Abweichungen vom langjährigen Monatsmittel:
Thaya, Niederösterreich, -90 Prozent
Kamp, Niederösterreich, -89 Prozent
Leitha, Niederösterreich/Burgenland, -89 Prozent
Bregenzer Ache, Vorarlberg, -83 Prozent
Pinka, Burgenland, -80 Prozent
Raab, Burgenland, -79 Prozent
Traun, Oberösterreich, -77 Prozent
March, Niederösterreich, -76 Prozent
Kitzbühler Ache, Tirol, -71 Prozent
Sulm, Steiermark, -70 Prozent
Mur, Steiermark, -69 Prozent
Quelle der Daten: Hydrographische Monatscharakteristiken, BMLUK, online abgerufen am 5. August 2026.
News
Aktuelle Beiträge
600 Tötungen pro Jahr: WWF kritisiert geplante Biber-Verordnung in Niederösterreich
Drastische Verschärfung bei Biber-Management vorgesehen – Direkte Eingriffe in Lebensraum und Bestand möglich – WWF ortet Freibrief für pauschale Abschüsse
Klimagesetz: WWF begrüßt Klimaneutralität 2040, kritisiert fehlende Verbindlichkeit
Umweltschutzorganisation fordert ambitionierten und verbindlichen Klimafahrplan, andernfalls droht Etikettenschwindel – Fokus auf natürlichen Klimaschutz und Renaturierung gefordert
WWF kritisiert Blockade der Industriellenvereinigung bei wirksamer Klimapolitik
Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.









