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WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Nach einem niederschlagsarmen Winter und einem trockenen Frühjahr warnt der WWF vor dem zunehmenden Trockenstress in Österreichs Wäldern. Die Naturschutzorganisation fordert ein „Schwammwald-Paket“, das den Wasserrückhalt, die Bodenfeuchte und die Resilienz der Wälder stärken soll. „Die Klimakrise erlaubt kein Weitermachen wie bisher. Viele Waldböden sind bereits zu trocken, natürliche Wasserspeicher gehen zurück. Daher braucht es dringend Maßnahmen für mehr Wasserrückhalt und naturnahe Wälder“, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer. Das könne auch eine natürliche Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung von Waldbränden sein.
Das „Schwammwald-Paket“ umfasst die Förderung strukturreicher Mischwälder, eine bodenschonende Bewirtschaftung, den Rückbau von Entwässerungsgräben sowie das Wiederherstellen kleiner Feuchtflächen. Zudem empfiehlt der WWF den besseren Schutz und die Renaturierung von Moor- und Torfgebieten, die besonders viel Wasser und Kohlenstoff speichern. „Wird Wasserrückhalt konsequent mit Naturschutz verbunden, bleiben Wälder nicht nur produktiv, sondern werden auch widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden, Starkregen und steigenden Temperaturen”, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer.
Die Naturschutzorganisation erwartet aufgrund der rasanten Klimaveränderung eine Zunahme von Trockenstress. Bei anhaltender Trockenheit verlieren die Wälder einen Teil ihrer Speicherfunktion. Zugleich erhöhen hohe Maximaltemperaturen und verstärkte Verdunstung den Stress für die Bäume. Das schwächt ihre Abwehrmechanismen wie die Harzproduktion und macht sie anfälliger für Krankheiten oder Insekten wie den Borkenkäfer, dessen Ausbreitung durch warme und trockene Bedingungen gefördert wird. Auch die Ausbreitung von Waldbränden kann dadurch begünstigt werden. „Ein intakter Wald ist ein natürlicher Wasserspeicher: Er hält Niederschläge zurück, fördert die Grundwasserneubildung und sichert langfristig unsere Wasserversorgung. Zunehmende Trockenperioden belasten dieses System immer stärker“, warnt Karin Enzenhofer vom WWF.
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