95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
WWF: Geplante EU-Ziele gegen Lebensmittelverschwendung verschärfen
Die EU-Kommission hat heute im Rahmen einer Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie verbindliche Ziele für die Reduktion von Lebensmittelabfällen vorgeschlagen. Demnach sollen die Abfälle im Handel, in Haushalten und in der Außer-Haus-Verpflegung bis 2030 um 30 Prozent reduziert werden. Für die Lebensmittelproduktion und -verarbeitung ist eine Reduktion von nur zehn Prozent vorgesehen, während die Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft völlig außer Acht bleiben. Für die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ist dieser Vorschlag insgesamt zu wenig ambitioniert: “Damit würde die EU ihre eigene Vision einer Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030 konterkarieren und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verfehlen. Die Ziele müssen daher deutlich ambitionierter werden und tatsächlich alle relevanten Sektoren erfassen”, sagt Dominik Heizmann, Experte für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.
Derzeit sind rund zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf die Lebensmittelverschwendung zurückzuführen. Hinzu kommt der unnötige Verbrauch kostbarer Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden. Allein in Österreich entstehen jedes Jahr zumindest eine Million Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle. In einem durchschnittlichen österreichischen Haushalt werden rund 130 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr entsorgt. “Die Bundesregierung muss sich in den weiteren Verhandlungen mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die EU-Reduktionsziele verschärft werden und alle Bereiche der Lebensmittelkette umfassen – vom Feld bis zum Teller. Das würde einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten”, sagt Dominik Heizmann vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele










