Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF: Klare Worte aus Rom für Umwelt und Klimaschutz
WWF Presseaussendung
Rom/Wien, 18. Juni 2015 – Der WWF lobt Papst Franziskus für seine heute veröffentlichte Enzyklika „Laudato Sii“, die nach Ansicht der Umweltschützer an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Das Kirchenoberhaupt fordert nicht weniger als das Ende des fossilen Zeitalters und die Abkehr von einem sich immer weiter verbreitenden zerstörerischen Lebensstil, der auf Kosten der Natur und der Menschen insbesondere in den ärmeren Ländern geht. „Die Botschaft von Papst Franziskus ergänzt die Klimadebatte moralisch. Der Klimawandel ist nicht mehr nur ein wissenschaftliches sondern zunehmend auch ein moralisches und ethisches Problem. Er wirkt sich auf das Leben, die Lebensgrundlagen und Rechte von allen aus – vor allem auf die Armen, Ausgegrenzten und verletzbarsten Gesellschaften“, beurteilt WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides die heute präsentierte Enzyklika. Der WWF hofft, dass sich das Wort des Papstes nicht nur auf alle gläubigen Katholiken sondern auf alle Menschen in der Welt auswirken wird.
„Franziskus hat mit seinem päpstlichen Lehrschreiben die brennendsten Zukunftsfragen formuliert und sehr deutlich gemacht, dass es höchste Zeit ist, die Weichen in Richtung nachhaltige Zukunft zu stellen“, sagt Johanides. Die Naturschützer erhoffen sich von der Enzyklika vor allem Rückenwind für die nächste Runde der internationalen UN-Klimaverhandlungen in Paris. „Inzwischen müsste auch der letzte Bremser – ob Politiker oder Manager – die Glocken läuten gehört haben. Wir brauchen ein neues globales Klimaschutzabkommen und die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft sehr schnell bis 2050. Der Papst stellt sich nun entschieden den Leugnern und Skeptikern entgegen und schließt sich der etablierten Wissenschaftsmeinung an, nach der der Klimawandel größtenteils menschengemacht ist“, so Johanides weiter. Impulse erwartet der WWF zudem für die Bewahrung der Schöpfung, etwa in den Regenwäldern des Amazonas. Gerade in Lateinamerika findet der Pontifex bei vielen Menschen Gehör. Das kann helfen um die geplante Aufweichung des Waldschutzes in Brasilien und die Ausbeutung der letzten Naturschätze zu verhindern.
„Die Enzyklika ist ein historischer Wandel in der katholischen Kirche, die den Menschen nun als gleichberechtigten Teil der Natur und nicht mehr als dessen Herrscher sieht. Das ist eine Botschaft der Hoffnung für eine Zukunft, in der die Menschheit mit ihren natürlichen Ressourcen vernünftiger umgehen wird und sich solidarisch zu unserem Planeten und seiner Biodiversität bekennt“, so Johanides und erinnert dabei an die begrenzten Ressourcen unseres Planeten.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at, www.wwf.at/presse.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













