Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF-Kritik an Linzer “Österreich-Deklaration”: Stillstand beim Bodenschutz wird zementiert
Der WWF bewertet die am Montag in Linz unterzeichnete „Österreich-Deklaration“ als zahnloses und weitgehend inhaltsleeres Papier gegen den hohen Bodenverbrauch. „Damit zementieren Bund, Länder und Gemeinden den Stillstand beim Bodenschutz. Dabei sollte die Zeit des Schönfärbens, der Ausreden und des Abwartens längst vorbei sein“, sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
Mit umgerechnet rund 6,5 Hektar pro Tag liegt die Flächeninanspruchnahme gemäß den heute zitierten ÖROK-Zahlen weit mehr als doppelt so hoch wie das seit über 25 Jahren versprochene Ziel von 2,5 Hektar pro Tag. Allein zwischen 2022 und 2025 hat die in Anspruch genommene Fläche demnach um mehr als 70 Quadratkilometer zugenommen.
Statt vager Bekenntnisse fordert der WWF einen ambitionierten Reduktionspfad für den Bodenverbrauch bis 2030, strengere Regeln gegen neue Widmungen auf der grünen Wiese, Vorrang für Innenentwicklung und eine Sanierungsoffensive für Leerstand und versiegelte Flächen. „Österreich geht immer noch verschwenderisch mit seinen verfügbaren Böden um, obwohl es aufgrund seiner alpinen Topographie besonders sparsam sein müsste. Es braucht strukturell wirksame Maßnahmen statt eines Weiter-wie-bisher“, fordert Simon Pories vom WWF.
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