Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF: Meister Adebar ist zurück!
Wien/Marchegg, Montag, 22. März 2010 – Am letzten Wochenende landeten die ersten fünf Weißstörche im WWF-Reservat Marchauen im niederösterreichischen Marchegg. Das 1.120 Hektar große Naturschutzgebiet ist ein Eldorado für Störche, Seeadler und andere gefährdete Vogelarten. Durch den langen Winter hat sich die Entwicklung der Frösche und Lurche verzögert, die dem Storch als Nahrung dienen. Davon haben sich die Störche aber nicht aufhalten lassen und die milden Märztemperaturen versprechen bald einen reich gedeckten Tisch. Die Langstreckenflieger können hier nun nach der beschwerlichen Reise Kraft für die Brutsaison tanken.
2009 war ein überdurchschnittlich gutes Storchenjahr. 44 Paare haben für insgesamt 96 Junge gesorgt. „Mit bis zu fünf Küken war in der vergangenen Saison auch die Anzahl der Jungen pro Horst erfreulich hoch“, so Gerhard Egger vom WWF. Die Störche beginnen nun die bis zu 800 Kilogramm schweren Horste in den Auwaldriesen der Kolonie und auf dem Schloss Marchegg zu beziehen. Die Störche müssen aufgrund der Überalterung der Eichenbestände immer öfter neue Quartiere beziehen. In der letzten Saison haben zwei Paare neue Nester gebaut. Die Gebietsbetreuung hat nun die schwierige Aufgabe, dass auch in Zukunft geeignete Nistbäume – vor allem breitkronige Eichen – zur Verfügung stehen. Deshalb werden Eichen gezielt nachgepflanzt und vor Verbiss geschützt.
Auch Schwarzstörche, Seeadler, Rotmilane und viele andere bedrohte Vogelarten profitieren vom reichen Angebot des Auwaldes und brüten auf den Baumhorsten des Vogelparadieses Marchauchen. „Der Schutz und die Erhaltung dieser Auwälder und Auwiesen sind die Garantie dafür, dass wir dort auch in Zukunft die größte baumbrütende Storchenkolonie haben und zukünftige Storchengenerationen hier genügend Lebensraum vorfinden“, versichert Egger.
Der WWF dankt den Österreichischen Lotterien, die das Programm zum Schutz der Marchauen des WWF seit vielen Jahren unterstützen.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten













