Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
WWF: Neues Budget ist eine verpasste Chance für Umwelt und Natur
„Das neue Doppelbudget ist eine verpasste Chance für Umwelt und Natur. Damit können wir weder das Treibhausgas-Budget sanieren noch die offenen Klima-Schulden Österreichs begleichen“, sagt Hanna Simons, Leiterin der Umwelt- und Naturschutzabteilung des WWF Österreich in einer ersten Bewertung der heutigen Budgetrede. Aus Sicht des WWF bräuchte vor allem das Nachhaltigkeitsressort von Elisabeth Köstinger deutlich mehr Geld als jetzt vorgesehen, um die angekündigte Klima- und Energiestrategie vernünftig umzusetzen. „Eine ambitionierte Energiewende braucht klare rechtliche Vorgaben und ein höheres Startkapital als bisher. Nur mit Bewusstseinsbildung und Anreizen lassen sich die steigenden CO2-Emissionen nicht bremsen“, verweist Simons auf die Herausforderungen der Dekarbonisierung. „Wer hier nur kleine Schritte setzt, verpasst die Zukunft. Daher fällt auch das neue Umweltbudget beim Klimacheck durch.“
Steuersystem nachhaltig reformieren – Umweltschädliche Subventionen streichen
Im Zuge der angekündigten Steuerreform sollte die Bundesregierung das gesamte System auf Klimaschutz und Energieeffizienz optimieren. „Die nächste Steuerreform muss eine ökosoziale sein, die aufkommensneutral Energieverbrauch, Ressourcenverwendung und Umweltbelastung verteuert sowie Arbeit, Gesundheit und Umweltinvestitionen verbilligt“, bekräftigt Hanna Simons die WWF-Position. Den dafür notwendigen Spielraum in Milliardenhöhe würde die überfällige Streichung umweltschädlicher bzw. kontraproduktiver Subventionen schaffen. Großes Potenzial bieten auch die Investitionen in die thermische Sanierung von Gebäuden sowie in den ökologischen Wasserschutz, der bis zuletzt aber sogar finanziell ausgetrocknet wurde. Ebenfalls eine mehrfache Dividende würde ein nationaler Zukunftsfonds für große Naturschutzprojekte bringen. „Wer wirklich an die nächsten Generationen denkt, darf sich nicht mit einem rein fiskalischen Zugang begnügen“, sagt Simons.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
WWF kritisiert Spritpreis-Populismus der Bundesregierung
Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen für klimafreundliche Mobilität und schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas: Klimaticket vergünstigen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Strukturreformen beschließen
WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz anhaltender Bedrohungen
Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.
WWF: Renaturierungs-Atlas zu Flüssen zeigt Fortschritte in ganz Österreich, Lücken in Tirol
Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation












