WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
WWF: Österreich und Slowakei bekennen sich zur umfassenden March-Renaturierung
Die Naturschutzorganisation WWF Österreich begrüßt die Ankündigung von Umweltministerin Leonore Gewessler und ihrem slowakischen Amtskollegen Jan Budaj, die March wieder zu einem natürlichen Fluss werden zu lassen. Natürliche Ufer sollen wiederhergestellt und abgeschnittene Mäander wieder angebunden werden. Darüber hinaus kündigte Minister Budaj bei einem bilateralen Treffen gestern an, dass die March in der Slowakei demnächst endgültig von der Liste der schiffbaren Wasserstraßen gestrichen werden soll – damit fallen viele der bisherigen Hürden für eine natürliche Flussentwicklung. „Diese Ankündigungen sind Meilensteine für die langjährigen Bestrebungen, die March wieder zu einem lebendigen Fluss zu machen“, sagt WWF-Experte Jurrien Westerhof.
Im vorigen Jahrhundert wurden weite Teile der March begradigt und in ein künstliches Bett gezwängt, Mäander abgeschnitten und die Ufer mit Steinen fixiert. Das hat den Flusslauf stark verkürzt und führt dazu, dass sich das Flussbett immer mehr eintieft. „Deshalb trocknen die Auen zusehends aus – und das in einer Region, in der die Klimakrise ohnehin schon stark zu spüren ist”, sagt Jurrien Westerhof vom WWF. Unabhängig davon sind die Marchauen nach wie vor ein Gebiet von internationaler ökologischer Bedeutung.
„Die March bildet im Grenzabschnitt eine der bedeutendsten Flusslandschaften Mitteleuropas mit enormem Renaturierungs-Potenzial“, so Jurrien Westerhof. „Seit Jahren arbeiten wir an schrittweisen Renaturierungen. Mit dem gemeinsamen Bekenntnis der beiden Ministerien könnte in den kommenden Jahren der ganz große Wurf gelingen, der den mäandrierenden Flusslauf wiederherstellt und die March vom ehemaligen Eisernen Vorhang zur Verbindung von Staaten und Ökosystemen macht.“
News
Aktuelle Beiträge
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark










