Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF Österreich zum Weltrisikobericht: Wirtschaft und Politik müssen Umweltkrisen wirksam bekämpfen
Wien / London, am 15. Jänner 2020. In seinem heute präsentierten Weltrisikobericht warnt das Weltwirtschaftsforum in Davos vor den größten Risiken für die Weltwirtschaft. Aktuell seien dies extreme Wetterereignisse, große Umwelt- und Naturkatastrophen, das Artensterben bzw. der Zusammenbruch von Ökosystemen sowie das politische und wirtschaftliche Versagen im Kampf gegen die Erderhitzung. „Erstmals sind die fünf größten globalen Risiken für die Weltwirtschaft allesamt umweltbezogen. Politik und Wirtschaft müssen daher glaubwürdig Verantwortung übernehmen, um die akute Klima- und Biodiversitätskrise zu stoppen. Der menschliche Raubbau an der Natur muss aufhören“, fordert Hanna Simons, Leiterin Natur- und Umweltschutz beim WWF Österreich. „Einerseits müssen die Regierungen ihre Klimaziele verschärfen und konkrete Beschlüsse gegen fossile Energien fassen. Andererseits muss Nachhaltigkeit umfassend im Kerngeschäft von Unternehmen ankommen und darf sich nicht nur auf schöne Folder beschränken. Mehr denn je sind konkrete Taten gefragt, das gilt auch für Österreich.“
Der Weltrisikobericht stellt auch die Bedeutung von Ökosystemen mit der Wirtschaftskraft der USA und China wertmäßig gleich. „Wirtschaft und Gesellschaft sind auf gesunde Ökosysteme angewiesen. Daher sollten sich möglichst viele Unternehmen wissenschaftsbasierte Klimaziele setzen, die im Einklang mit dem Pariser Klimavertrag stehen. Hier gibt es massiven Aufholbedarf“, sagt Hanna Simons. Dies sei auch deshalb besonders wichtig, weil viele der im Report benannten Risiken eng miteinander zusammen hängen – von der Klimakrise über den Verlust der Biodiversität bis zur Wasserknappheit. „Natur- und Klimaschutz gehört bei allen Entscheidungen berücksichtigt, um unsere langfristigen Lebensgrundlagen zu bewahren“, bekräftigt Hanna Simons vom WWF Österreich.
Weitere Informationen zum Thema „Science Based Targets“ bzw. wissenschaftsbasierten Klimaschutzzielen für Unternehmen sind online wie folgt abrufbar: www.wwf.at/science-based-targets/
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen
WWF: Amazonas-Fische helfen, den Regenwald zu erhalten – 144 Arten bedroht
Neuer Report: Flussverbauung und Überfischung gefährden Fischbestände und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – WWF fordert Schutz frei fließender Flüsse und wichtiger Fischlebensräume
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken
Umweltschutzorganisation fordert bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und günstigeres Klimaticket – Übergewinne der Mineralölkonzerne EU-weit besteuern
Google-Rechenzentrum: WWF begrüßt erneute Prüfung der UVP-Pflicht
Umweltschutzorganisation fordert umfassende Umweltprüfung in Kronstorf nach Fall in Niederösterreich – Bundesregierung muss eindeutige Regeln für große Rechenzentren im UVP-Gesetz verankern
WWF-Erfolg: Flussdelfin-Nachwuchs im Mekong
6 Kälber der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine wurden heuer in Kambodscha geboren – ein großer Erfolg im Artenschutz! Ein herzerwärmendes Video zeigt den Nachwuchs.
WWF: Nachwuchs-Rekord bei stark bedrohten Flussdelfinen im Mekong gibt Hoffnung
Zahl der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine in Kambodscha steigt auf 118 Tiere – Heuer sechs Kälber geboren – WWF erfreut über positives Ergebnis intensiver Artenschutzmaßnahmen
EU-Klimaresilienz: 34 Organisationen fordern Vorrang für naturbasierte Lösungen
Offener Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen – Städte- und Gemeindeverbände, Wasserversorger und Fischerei fordern Natur als Europas „erste Verteidigungslinie“













