Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
WWF-Osterwunsch: Am Karfreitag gegen Überfischung
In vielen Haushalten in Österreich wird am Karfreitag traditionell Fisch aufgetischt. Doch die Weltmeere sind drastisch überfischt und auch das Klima leidet unter energieintensiven Fangmethoden und oft langen Transportwegen. Um die Artenvielfalt im Meer zu erhalten, ist daher eine deutliche Reduktion des Fischkonsums nötig. Generell ist auch die mangelnde Rückverfolgbarkeit der Produkte ein weiter bestehendes Problem. Fisch sollte deshalb, wenn überhaupt, nur als seltene Delikatesse genossen werden. Dafür empfiehlt die Umweltschutzorganisation WWF Österreich Bio-Fisch aus heimischer Zucht: „Bio-Fisch aus Österreich ist hinsichtlich Frische, Qualität und kurzer Transportwege die bessere Wahl, um Meere und das Klima zu entlasten“, erklärt WWF-Meeresbiologin Simone Niedermüller. Wer konkret wissen möchte, welchen Flossenabdruck sein Fischkonsum erzeugt, kann sich im WWF Finprint Spiel schlau machen. Darüber hinaus bewertet der WWF Fischratgeber als online Nachschlagewerk über 60 Arten nach Art, Herkunft und Fangmethode und gibt Auskunft nach einem einfachen Ampelsystem.
Österreich deckt seinen Fisch-Bedarf nur zu fünf Prozent aus heimischer Produktion, die restlichen 95 Prozent werden importiert. Problematisch ist jener Anteil davon, der aus überfischten Beständen stammt und damit Biodiversität bedroht, sowie den ärmsten Regionen der Welt die Lebensgrundlage entzieht. „Für mehr als drei Milliarden Menschen ist Fisch eine wichtige und oft unersetzbare tierische Proteinquelle. Jedem zehnten Menschen sichert Fischerei direkt oder indirekt ein Einkommen“, verweist Niedermüller neben der Umwelt- auch auf die soziale Dimension des Meeresraubbaus, der wesentlich durch europäisches Konsumverhalten befeuert wird. Europa ist der weltweit größte Markt für und Importeur von Fisch- und Meeresfrüchten.
Neben der Überfischung ist die Klimakrise die größte Bedrohung für die Artenvielfalt im Meer. Gerade im globalen Süden gefährdet die Erderhitzung die Fischbestände. Deshalb fordert der WWF die Einführung von Schutzgebieten auf 30 Prozent der Meeresfläche bis 2030: „Schutzgebiete sind überlebenswichtiger Erholungsraum für bedrohte Tierarten und helfen ihnen bei der Anpassung an die Folgen der Erderhitzung“, erklärt Simone Niedermüller. Den hohen Fischkonsum reduzieren müsse man vor allem in den Industriestaaten. „Wir müssen unseren Konsum von Meerestieren deutlich einschränken, damit der Fisch als wertvolle Nahrungsquelle dort erhalten bleibt, wo er am dringendsten gebraucht wird“, fordert WWF-Expertin Simone Niedermüller.
WWF Fischratgeber: www.wwf.at/fischratgeber
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten










