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WWF: Persischer Leopard überwindet Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan

Kurz vor dem internationalen Tag des Leoparden am 3. Mai haben Kameras des aserbaidschanischen Grenzschutzes spektakuläre Bilder eines Persischen Leoparden eingefangen, der scheinbar mühelos den Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan überwindet. „Die Szene ist mehr als nur eine außergewöhnliche Aufnahme – sie zeigt den harten Überlebenskampf seltener Großkatzen zwischen menschengemachten Hindernissen. Doch sie gibt auch Hoffnung für den Artenschutz und die internationale Zusammenarbeit im Kaukasus”, sagt WWF-Artenschutzexperte Karim Ben Romdhane.
Grenzanlagen und Infrastruktur wie Straßen zerschneiden Lebensräume und können für Wildtiere zur tödlichen Falle werden. „Die Sicherstellung grenzübergreifender Konnektivität zwischen der Hauptpopulation im Iran und kleineren Beständen im Südkaukasus ist entscheidend für das langfristige Überleben der Art“, sagt Ben Romdhane vom WWF Österreich. Wildtierkorridore, Durchlässe und Grünbrücken können Barrieren entschärfen und Wanderbewegungen ermöglichen. „Naturschutz muss über politische Grenzen hinaus gedacht werden – denn lebensnotwendige Wanderungen von Leoparden und anderen Tierarten machen nicht an Landesgrenzen halt”, sagt Ben Romdhane.
Der WWF arbeitet seit über zwei Jahrzehnten gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern daran, den Persischen Leoparden im Südkaukasus zu schützen. Durch die Ausweitung von Schutzgebieten, systematisches Wildtiermonitoring und den Aufbau von Wildtierkorridoren haben sich Beutetierbestände erholt. In der Folge kehren auch Leoparden zurück, pflanzen sich fort und ziehen ihren Nachwuchs in der Region auf. Die hyrkanischen Wälder im Süden Aserbaidschans, darunter der Hirkan Nationalpark, gehören zu den wichtigsten Rückzugsräumen dieser stark bedrohten Großkatze.
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