September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
WWF: Renaturierte Au zeigt Klimaschutz-Potential
Beweidete Auwiesen sind trotz Hochwasser als CO₂-Senke messbar wirksam. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die im WWF-Auenreservat Marchegg durchgeführt wurde. „Eine intakte Natur ist nicht nur unsere beste Verbündete gegen die Klimakrise und ihre Folgen. Sie ist auch ein hervorragender CO₂-Speicher. Ihr Schutz und ihre Wiederherstellung müssen daher oberste Priorität haben”, sagt Jurrien Westerhof, Leiter der WWF-Arbeit in der March-Region. “Auch Beweidung kann dabei eine Rolle spielen. Bei einer extensiven, naturnahen Tierhaltung profitieren aber nicht nur die Biodiversität, sondern auch das Klima”. Der WWF fordert daher eine gesicherte Finanzierung von Renaturierungsprojekten und eine Naturschutz-Offensive in Österreich – mit besonderem Fokus auf natürlichen CO₂-Speichern wie Auen, Mooren und naturnahen Wäldern.
Studie: Renaturierte Auwiese nimmt trotz Hochwasser CO₂ auf
Im Rahmen des EU-Projekts REWET wurde von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) erstmals systematisch gemessen, wie eine beweidete Auwiese im WWF-Auenreservat an der der March Kohlenstoff bindet. Der Untersuchungszeitraum umfasste auch das Jahrhundert-Hochwasser im September 2024. „Trotz mehrerer Hochwasserereignisse zeigen unsere Messungen, dass die Flächen auch im Sommer 2024 CO₂ aufnehmen konnten – ein Hinweis auf die funktionale Stabilität des renaturierten Feuchtgebiets“, sagt Magdalena von der Thannen von der Universität für Bodenkultur Wien. Das Beispiel der Auwiese zeigt, wie Renaturierung konkret zum Klimaschutz beiträgt – indem CO₂ im Boden gespeichert und der Landschaft neue Resilienz verliehen wird. Genau solche naturbasierten Lösungen braucht es flächendeckend, um der Klimaerhitzung entgegenzuwirken.
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