Bundesregierung sollte Steuern vor allem auf pflanzliche Lebensmittel senken – Etwaige Subventionierung des Fleischabsatzes wäre klimaschädlich und gesundheitspolitisch falsch
WWF und MUTTER ERDE: Tipps für ein ökologischeres Weihnachten
Presseaussendung WWF
Wien, 15. Dezember 2016: In Österreich fällt rund um die Weihnachtsfeiertage um 10 – 15 Prozent mehr Müll an als im Rest des Jahres. Genuss und ökologisches Handeln müssen aber kein Widerspruch sein. Sowohl in der Küche als auch bei der Wahl der Geschenkverpackung lässt sich leicht etwas für die Umwelt tun. Eine gute Einkaufsplanung vermeidet Lebensmittelverschwendung, biologische, regionale und nach Möglichkeit saisonale Produkte entlasten das Klima und die Umwelt. Mehrwegverpackungen reduzieren zusätzlich das Müllaufkommen. Shopping in lokalen Geschäften anstatt bei großen Onlinehändlern spart zusätzlich Verpackungsmüll und fördert lokale Unternehmen. Außerdem kann man beim Verpacken der eigenen Geschenke mit kreativen Ideen zusätzlichen Papierabfall vermeiden.
In Österreich fällt rund um die Weihnachtsfeiertage um 10 – 15 Prozent mehr Müll an als im des Rest des Jahres. Neben Restmüll ist auch der Anstieg bei Glas und Papier sehr hoch: wir verbrauchen um die Weihnachtszeit bis zu 40 Prozent mehr Glas und 30 Prozent mehr Papier. Allein in Wien fielen in den vergangenen Jahren rund 550.000 kg Restmüll und 300.000 kg Altpapier an. Allein aus dem Altpapier könnte man einen Turm bauen, der mit über 5.000 m höher wäre als der Mont Blanc. Dabei kann man mit ein paar kleinen Tipps nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse schonen:
Noch immer werden viel zu viele Lebensmittel unnötig weggeschmissen – von 760.000 Tonnen Lebensmittelabfällen gelten mehr als die Hälfte als vermeidbar. Insbesondere zu Weihnachten gehört ein üppiges, ausgefallenes Essen für viele dazu. Damit die wertvollen Lebensmittel nicht unnötig im Müll landen und auch die Geldbörse geschont wird, ist eine vorausschauende Planung wichtig. Ein Einkaufszettel bewahrt vor Impulskäufen. Sollte dann noch einmal zu viel gekauft werden, lohnt es sich, frische Lebensmittel einzufrieren oder sich leckeren altbewährten „Restl-Rezepten“ zu bedienen. Biologisches, Regionales und Saisonales schont zusätzlich die Umwelt.
Besonders Getränkeverpackungen produzieren rund um die Weihnachtsfeiertage viel vermeidbaren Müll. Doch die Quote an Mehrwegverpackungen bei Getränken – also Verpackungen die wiederverwendet bzw. recycelt werden können – sinkt seit Jahrzehnten stark. Kauften Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2000 noch rund 60 Prozent Mehrwegverpackungen, lag der Anteil 2006 nur mehr bei 40 Prozent. Aktuell werden nur mehr ca. 22 Prozent Mehrwegverpackungen gekauft. Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, greift am besten zu wiederverwendbaren Behältnissen.
Noch besser ist es, den Müll erst gar nicht entstehen zu lassen. Insgesamt verbrauchen die Österreicherinnen und Österreicher 4,7 Millionen kg Geschenkpapier, Geschenkkartons und Schleifen. Kreative Verpackungsideen wie die Nutzung von altem Zeitungspapier oder wiederverwendbaren Geschenkverpackungen wie Stoffsackerl können hier Abhilfe schaffen. Ein zusätzlicher Einflussfaktor für das steigende Abfallaufkommen sind auch die Verpackungen von Produkten, die online bestellt werden. Dabei kann ein Besuch bei der lokalen Buchhandlung nicht nur Verpackung sparen, sondern sich auch positiv auf die Wertschöpfung in der Region auswirken.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel. +43-1-48817-216, Mobil: +43-676-83488-216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
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