Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF verurteilt Rodungen für Murkraftwerk
Wien, 6. Februar 2017. Die Umweltorganisation WWF verurteilt die heute gestarteten Rodungen der Energie Steiermark für das Murkraftwerk. Bereits am ersten Tag nach der Graz-Wahl sind die Rodungstruppen am Werk – und dies trotz vieler ungeklärter Fragen wie etwa die fehlende Wirtschaftlichkeit des Kraftwerkes, die unklare Finanzierung des notwendigen Speicherkanals für städtische Oberflächenwässer oder auch die nicht-Erfüllung von naturschutzrechtlichen Auflagen.
Noch am Samstag hatten in einer Großdemonstration mehr als 4.000 Grazerinnen und Grazer, denen die Zukunft der Mur ein echtes Anliegen ist, eine Volksbefragung von Bürgermeister Nagl gefordert. „Dass aber bereits einen Tag nach der Wahl einfach mit den Rodungen begonnen wird, ohne einen Konsens zu den vielen offenen Fragen zu finden, ist ein Schlag ins Gesicht all dieser engagierten Personen. Wohin das führen kann, hat man in Österreich in den letzten Jahrzehnten schon mehrfach erlebt. Aber anscheinend wird aus diesen Fehlern der Vergangenheit einfach nicht gelernt“, kritisiert Gebhard Tschavoll, Alpenflüsse-Experte beim WWF.
Obwohl die Mur in Graz keinen Naturfluss mehr darstellt, ist im Bereich zwischen den Kraftwerken Weinzödl und Gössendorf noch ein enorm wichtiges Stück frei fließender Strecke erhalten geblieben. „Viele Tierarten – unter anderem der Huchen als größte europäischen Lachsart oder auch die streng geschützte Würfelnatter – finden dort letzte naturnahe Verhältnisse und Rückzugsgebiete vor. Für den Kraftwerksbau werden aber nun die baumbestandenen Ufer von der Puntigamer Brücke flussaufwärts bis zur Bertha von Suttner-Brücke gerodet und die Lebensräume der Tier somit zerstört“, so Tschavoll abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Gebhard Tschavoll, Kampagnenleiter Alpenflüsse, 0676 83488303, gebhard.tschavoll@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












