Spektakuläre Entdeckung: WWF fotografiert erstmals eine Pallaskatze im indischen Hochgebirge – Neue Rekorde zu weiteren Wildkatzen in der Region – Besserer Schutz der Artenvielfalt des Himalajas gefordert
WWF vor EU-Gipfel: Bundeskanzler muss sich für höhere EU-Klimaziele einsetzen
Umweltschutzorganisation fordert wissenschaftsbasiertes Ziel mit einer Reduktion klimaschädlicher Emissionen um zumindest 65 Prozent bis 2030 – Bundeskanzler muss sich gegen innovationsfeindliche Bremser durchsetzen
Wien, Brüssel, am 9. Dezember 2020. Anlässlich des dieswöchigen Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich den vollen Einsatz von Bundeskanzler Sebastian Kurz für ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel. „Um dem Pariser Klimavertrag gerecht zu werden, müssen die CO2-Emissionen der EU bis 2030 um zumindest 65 Prozent sinken. Das ist absolut machbar, wenn den vielen Worten endlich Taten folgen“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. Kein Verständnis hat die Expertin für das Bremsen von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung. „Viele Unternehmen sind längst bereit für konsequenten Klimaschutz. Im Gegensatz dazu präsentieren sich ihre Standesvertretungen seit Jahren als innovationsfeindliche Blockierer. Umso mehr ist der Kanzler jetzt gefordert, nicht auf die institutionellen Bremser zu hören“, sagt Lisa Plattner. Sie verweist dazu auf die zahlreichen Klimaschutz-Chancen für neue Arbeitsplätze: „Als innovatives Land würde Österreich besonders stark von ambitionierten EU-Klimazielen profitieren.“
Derzeit liegt das EU-Reduktionsziel für das Jahr 2030 bei nur 40 Prozent, was auch aus Sicht der Klimawissenschaft viel zu schwach ist. „Sterbende Wälder, Gletscher und Tierarten zeigen, wie ernst die Lage schon jetzt ist. Unser Klima kann nur dann stabilisiert werden, wenn der C02-Ausstoß massiv und rasch reduziert wird. Deshalb muss die Klimakrise von der Politik endlich auch als solche behandelt werden“, sagt Lisa Plattner und plädiert für einen klima- und naturverträglichen Neustart: „Wir müssen uns langfristig krisensicher aufstellen. Daher braucht es Reformen, die an den Wurzeln der Probleme ansetzen.“
Österreich muss sich nicht nur für höhere EU-Ziele einsetzen, sondern auch seine eigenen Hausaufgaben machen, fordert der WWF. „Die nationale CO2-Bilanz ist ein Desaster und muss grundlegend saniert werden. Das erfordert eine Bundesregierung, die das Steuersystem komplett ökologisiert und eine gewaltige Energiespar-Offensive startet. Parallel dazu brauch es einen besseren Schutz aller Ökosysteme. Erneuerbare Energien müssen naturverträglich ausgebaut werden – mit einem klaren Fokus auf die gebäudeintegrierte Photovoltaik als Technologie mit dem größten Wachstumspotenzial“, sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner.
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik und Kommunikation WWF Österreich
Tel.: +43 664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Studie: 190 Hektar neue Moorflächen in Österreichs Alpenraum bestätigt
Rund 90 Prozent der neu bestätigten Moore in keinem guten Zustand – WWF fordert Analyse weiterer Potenzialflächen und Moor-Renaturierung
WWF-Erfolg: Neuer Laichplatz für Fische an Tiroler Fluss
Im Rahmen des Projektes INNsieme connect wurden wichtige Kieslebensräume am Schlitterer Gießen wiederhergestellt. Mit vollem Erfolg: Die erste Bachforelle nahm den neuen Laichplatz sofort an.
WWF warnt vor Gewerbepark-Wildwuchs durch neue Autobahnen
Analyse zeigt rasantes Wachstum der Gewerbeflächen – Straßen als Magnet für neue Gewerbeparks – WWF fordert Umdenken in Raumordnungs-, Verkehrs- und Steuerpolitik
Sensationsfund in der Drau: Ausgestorben geglaubter Stör wieder entdeckt
WWF erfreut über überraschenden Fund und bestärkt im Einsatz zur Rettung der letzten Störe – Wiederherstellung von Fluss-Lebensräumen durch ambitionierte Umsetzung des EU-Renaturierungsgesetzes gefordert
Good News: Leopard auf drei Pfoten durchstreift den Kaukasus
Wildtierkameras in Georgien haben einen ganz besonderen Persischen Leoparden gefilmt: Mit nur drei Beinen legt „Aren“ rund tausend Kilometer durch den Kaukasus zurück. Es ist erst der dritte Nachweis dieser Art in zwei Jahrzehnten.
Laichzeit der Fische beginnt – Kies aufgelockert für neues Leben im Bach
INNsieme connect stellt bedeutende Kieslebensräume am Schlitterer Gießen wieder her – Erste Bachforelle nahm neuen Laichplatz zur Fortpflanzung sofort an
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz: WWF und ÖKOBÜRO fordern grundlegende Überarbeitung
Entwurf zum EABG weist erhebliche Mängel auf – Umweltorganisationen verlangen Naturverträglichkeit, Beteiligung und Rechtsschutz der Öffentlichkeit und ausreichend Ressourcen
WWF-Erfolg: Neugeborene Wisente in den rumänischen Karpaten
Im Țarcu-Gebirge wurden erstmals wieder neugeborene Wisentkälber gesichtet. Die Rückkehr der mächtigen „Architekten des Waldes“ zeigt, wie erfolgreich jahrzehntelange Renaturierungsarbeit sein kann!









