Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Good News: Berggorilla-Check in Uganda gestartet
Das Ökosystem Bwindi-Sarambwe in Uganda bzw. der Demokratischen Republik Kongo (DRC) ist eines von zwei Gebieten weltweit, in denen Berggorillas noch in freier Wildbahn leben. Wie viele der Tiere dort durch die Landschaft streifen, soll nun eine in Bwindi gestartete Zählung zeigen! Diese soll gleichzeitig Aufschluss darüber geben, wie sich die Population im Gebiet entwickelt hat.
Die Erhebung wird von IGCP, einem Zusammenschluss dreier führender Naturschutzorganisationen – darunter der WWF – geleitet. Wissenschaftler:innen und Nationalparkbehörden führen sie gemeinsam im Rahmen der grenzüberschreitenden Greater Virunga Transboundary Collaboration durch. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit vor Ort – eine Kollaboration vieler unterschiedlicher Organisationen.
Die letzte Zählung im Jahr 2018 ergab in der Region 459 Individuen – ein Erfolg, der zur Änderung des Status der Berggorillas von „vom Aussterben bedroht“ auf „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) führte. Die aktuelle Erhebung wird von sechs Teams durchgeführt, die zu Fuß durch das Schutzgebiet ziehen. Sie dokumentieren unter anderem Nester und sammeln Proben. Erstmals wird im Rahmen des Zensus auch die Anzahl der Schimpansen in der Region systematisch erfasst – eine Premiere, die neue Einblicke in die Koexistenz beider Menschenaffenarten liefern soll. Geleitet wird dies vom Jane Goodall Institute.
Der Erfolg dieser Zählung wäre ein starkes Zeichen für den Artenschutz in Uganda und der Grenzregion der DRC und könnte langfristig dazu beitragen, die bedrohten Tiere besser zu schützen. Besonders erfreulich: Die genetischen Analysen finden erstmals direkt in der Region statt. Das ist ein Fortschritt, der die Logistik vereinfacht, die Kapazitäten der Gemeinschaften vor Ort nutzt und das lokale Wildlife-Management stärkt. Die Ergebnisse werden 2026 veröffentlicht und sollen neue Strategien für den Schutz der Gorillas und Schimpansen ermöglichen.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt












