In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF warnt: Tiwag-Energiestrategie nicht zukunftstauglich
Auch 15 Monate nach Beginn des Ukraine-Kriegs bietet die Tiwag in Tirol immer noch neue Gasanschlüsse an und beharrt auf ihrem teuren Ausbauprojekt für das Kraftwerk Kaunertal. “Das Projekt hätte massive Naturzerstörungen zur Folge und würde das Ötztal stark entwässern. Zudem wäre die tatsächlich produzierte Energie viel geringer als vom Konzern behauptet, weil die Gletscherflüsse in Zukunft deutlich weniger Wasser führen werden. All das zeigt, dass die Energiestrategie der Tiwag nicht zukunftstauglich ist”, warnt Bettina Urbanek vom WWF Österreich. Genau diesen Defiziten widmet sich auch der siebte und finale Artikel der WWF-Onlineserie “Tatort Kaunertal”.
Der WWF fordert eine Energiespar- und Photovoltaik-Offensive von der Landesregierung wie auch von der Tiwag. “Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal ist genauso wenig tragbar wie das Heizen mit Erdgas in der Klimakrise – für beides ist ein rascher Ausstiegsplan notwendig”, fordert Bettina Urbanek vom WWF. “Tirol braucht einen zukunftsfitten Energieversorger, der keine Naturzerstörung und keinen Wassermangel für die Menschen verursacht. Saubere Energie statt maximaler Profit muss das Motto sein.” Derzeit passiere das genaue Gegenteil: “Der Konzern setzt die Menschen im Ötztal der realen Gefahr eines Wassermangels aus. Denn Jahr für Jahr sollen für das geplante Kraftwerksprojekt bis zu 80 Prozent des Wassers aus der Venter und Gurgler Ache abgeleitet werden. Konkret wären das rund 290 Millionen Kubikmeter – das entspricht dem siebenfachen Jahresverbrauch von Innsbruck.”
Die Tiroler Flussheiligtümer Venter und Gurgler Ache werden derzeit großteils von Gletschern gespeist. “Sind diese aufgrund der Klimakrise ganz abgeschmolzen, führen sie im Sommer um rund zwei Drittel weniger Wasser – mit fatalen Folgen für die Wasserversorgung, von der auch Landwirtschaft und Tourismus abhängen”, warnt WWF-Expertin Bettina Urbanek. “Der massive Rückgang des Wassers würde auch die Energieerzeugung stark reduzieren und damit die großen Naturschäden durch den geplanten Mega-Ausbau endgültig indiskutabel machen.” Für das Projekt soll unter anderem der mit mehr als 20 Hektar größte Moor-Feuchtgebietskomplex der österreichischen Hochalpen für immer zerstört werden, denn im Platzertal wäre für einen neuen Speichersee ein 120 Meter hoher Staudamm geplant.
Folge 7 der Serie „Tatort Kaunertal“ finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus










