Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF zur Budgetrede: Österreich finanziert Umweltzerstörung in Milliardenhöhe
Anlässlich der Budgetrede des Finanzministers kritisiert die Umweltschutzorganisation WWF den fehlenden Abbau umweltschädlicher Subventionen in Milliardenhöhe. „Das ist ein schweres Politikversagen. Österreich leistet sich immer noch strukturelle Klimasünden mit hohen Folgekosten, obwohl Fachleute seit Jahren Reformen empfehlen“, kritisiert WWF-Klima- und Energiesprecher Karl Schellmann. „Mit der direkten und indirekten Finanzierung von Umweltzerstörung befeuert die Politik nicht nur die Klimakrise, sondern auch den viel zu hohen Bodenverbrauch. Das ist völlig verantwortungslos.“ Der WWF fordert daher Finanzminister Magnus Brunner zur Vorlage eines „Reform- und Abbauplans“ für alle umweltschädlichen Subventionen in Österreich auf. „Nur Fehler zu dokumentieren ist zu wenig, eine Kurskorrektur ist seit Jahren überfällig”, sagt Schellmann.
Finanzminister Brunner will die Treibhausgase laut seiner Budgetrede „kosteneffektiv“ reduzieren. „Dafür wäre hier die perfekte Gelegenheit. Gerade ein Finanzminister müsste alles dafür tun, dass kontraproduktive Subventionen abgebaut werden. Ansonsten bleibt auch der neue ‘Climate Hub’ des Ressorts nur eine Mogelpackung“, sagt Karl Schellmann vom WWF. Laut einer WIFO-Studie aus dem Vorjahr liegen die “klimakontraproduktiven” Subventionen bei bis zu 5,7 Milliarden Euro pro Jahr. Zuletzt hat eine WIFO-Expertin sogar ein Volumen von 14,5 Milliarden Euro berechnet, weil die Bundesregierung krisenbedingt mehrere teure Subventionen ohne ausreichende Klima- und Effizienzkriterien beschlossen hat.
„Im Sektor Verkehr ist Österreich am weitesten von den Klimazielen entfernt. Dennoch gibt es hier besonders viele falsche Anreize – darunter ein ‘Dieselprivileg’, das indirekt den Transit durch Österreich befeuert und die Gesundheit vieler Menschen belastet“, nennt WWF-Experte Schellmann ein Beispiel. Auch die teuren Pendelsubventionen setzen falsche Anreize und müssten daher konsequent ökologisiert werden. „Österreich verbraucht jeden Tag im Schnitt 12 Hektar Boden – das liegt nicht nur an Defiziten in der Raumordnung, sondern auch an falsch ausgerichteten Subventionen, die den Straßenbau und die Zersiedelung befeuern“, sagt Karl Schellmann vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









