Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
Zwei Millionen Menschen fordern globales Abkommen gegen die Plastikkrise
150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren sind ein ökologisches Desaster –Naturschutzorganisation fordert weltweite und nationale Maßnahmen - WWF für Pfandsystem
Rund ein Drittel der weltweiten Plastikabfälle werden unsachgemäß entsorgt. Dadurch landen jährlich elf Millionen Tonnen Plastikabfälle neu im Meer – mit fatalen Folgen für Tiere und Pflanzen. Zwei Millionen Menschen haben seit heute, Donnerstag, die WWF-Petition im Kampf gegen diese Plastikflut unterschrieben und sprechen sich damit für ein globales Abkommen gegen die Plastikkrise aus. „Das ist eine klare Ansage, jetzt zu handeln. Die internationale Politik muss diesen öffentlichen Auftrag ernst nehmen und ein global wirksames Abkommen gegen die Plastikflut beschließen. Zusätzlich muss die österreichische Bundesregierung ihre Hausaufgaben machen“, fordert Elisa Gramlich, Expertin für Plastik und Kreislaufwirtschaft beim WWF Österreich.
Die Plastikflut in den Meeren erreicht mit rund 150 Millionen Tonnen Abfällen im Meer enorme Ausmaße – mit dramatischen Folgen für die Natur: Seevögel verenden qualvoll an Verschlusskappen in ihrem Magen, Wale ertrinken in verloren gegangenen Netzen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton. Die Tiere ersticken, erleiden tödliche Verstopfungen oder verhungern bei vollem Bauch. Nicht zuletzt können winzig kleine Kunststoffpartikel sowie umweltschädliche Plastik-Inhaltsstoffe über Fische in die menschliche Nahrungskette gelangen. Auch in Österreich landet viel weggeworfener Plastikmüll in Flüssen und Seen.
Die Bekämpfung der Plastikkrise erfordert neben der globalen Zusammenarbeit auch ambitionierte Nationalstaaten. „Österreich muss sich auf diplomatischer Ebene für das rasche Verhandeln global wirksamer Maßnahmen und Reduktionsziele von Plastikmüll einsetzen. Auf nationaler Ebene muss die Regierung das Problem an der Wurzel packen – mit der raschen Umsetzung des angekündigten Pfandsystems und der Ausweitung von Mehrweg-Systemen“, fordert WWF-Expertin Elisa Gramlich.
Zur Petition
Rückfragehinweis:
Alexa Lutteri, MA BSc.
Pressesprecherin WWF Österreich
+43 676 834 88 240
alexa.lutteri@wwf.at
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