• Blauwal Flosse, © by WWF-Canon/Pieter LAGENDYK
    Blauwal Flosse
  • Walfang in Ostafrika, © by WWF-Canon/Helene PETIT
    Walfang in Ostafrika
  • Blauwal, © by WWF-Canon/Jonathan GORDON
    Blauwal

Walschutzgebiete und Fangverbot

Moby Dick darf nicht sterben
Mit weltweit 27 Projekten schützt der WWF die wunderbaren
Meeressäuger.

So wurde unter anderem die Freigabe des weltweiten Handels mit Walfleisch verhindert. Der WWF zeichnete auch maßgeblich für die Einrichtung von Schutzgebieten in der Antarktis und im Mittelmeer verantwortlich.

Seit 1986 herrscht Walfangverbot. Dennoch wurden seither 19.000 dieser einzigartigen Meeressäuger vor allem von japanischen und norwegischen Walfängern getötet. Japan jagt sogar in dem seit 1994 bestehenden Walschutzgebiet in der Antarktis.

Blauwal, © by WWF-Canon/Jonathan GORDON

Noch immer sind Wale bedroht
Viele Walarten sind – trotz des Moratoriums (Fangstopp) für alle Großwalarten seit 1986 – nach wie vor in ihrem Bestand bedroht.

Dies aus unterschiedlichen Gründen: Verschmutzte Meere, veränderte Lebensräume, das Ertrinken in Fischernetzen, in denen sie als Beifang enden, das Überfahren durch Schiffe und der Klimawandel setzen ihnen zu.

Walfang betreiben noch immer die Länder Japan, Norwegen und Island. Japan und Island geben ’wissenschaftliche Zwecke’ an, Norwegen übt den Walfang offiziell zu kommerziellen Zwecken aufgrund eines Einspruchs gegen das Walfangmoratorium aus.

Von 1986 bis 2005 wurden über 27.000 dieser einzigartigen Meeressäuger getötet, darunter Mink-, Bryde-, Pott-, Finn- und Seiwale. Davon erlegte beispielsweise Norwegen etwa 6.650 und Japan über 12.400 Minkwale (Zwergwale).

Japan jagt sogar in dem seit 1994 bestehenden Walschutzgebiet in den Gewässern der Antarktis. Die Internationale Walfang-Kommission "IWC" verurteilt auf ihren jährlichen Treffen regelmäßig das Vorgehen dieser Staaten, allerdings ohne Wirkung.

Denn die IWC ist seit Jahren handlungsunfähig: der Block der Walfang befürwortenden Staaten sowie der Walschutz befürwortenden Staaten, unter ihnen Deutschland, stehen sich unversöhnlich gegenüber. Für den Schutz der Wale ist eine Einigung aber notwendiger denn je.

Hilfe für wandernde Meeressäuger
Der WWF ist weltweit in zahlreichen Projekten zum Schutz und zur Erforschung der Wale aktiv und hat für den Schutz der Wale bereits viel erreicht. Helfen Sie jetzt mit und unterstützen Sie uns bei diesem Projekt!

Frühzeitig forderte der WWF das Ende des Walfangs. Daraufhin wurde 1986 die kommerzielle Jagd auf alle Großwalarten durch das internationale Walfangmoratorium verboten.

Auch an der Errichtung des Walschutzgebietes in den Gewässern der Antarktis 1994 war der WWF maßgeblich beteiligt, 50 Millionen Quadratkilometer wurden als Walschutzgebiet ausgewiesen.

Im nördlichen Mittelmeer wurde 1999 mit Hilfe des WWF ein 85.000 Quadratkilometer großes Schutzgebiet ausgewiesen, in welchem insgesamt 13 Walarten vorkommen. Weiterhin konnte mit Unterstützung des WWF im Jahr 2004 erneut die Freigabe des weltweiten Handels mit Walfleisch verhindert werden.

Auch touristische Walbeobachtung wird vom WWF unterstützt und ist - zum Beispiel in Island – eine sich wirtschaftlich lohnende Alternative zur Waljagd geworden.