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Seit über 10 Jahren brütet der Seeadler wieder in Österreich

Erfolge wurden hart erkämpft!

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  • Seeadler fliegend
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Nach dem zweiten Weltkrieg galt der Seeadler in Österreich als ausgestorben. Jahrelange Anstrengungen zur Wiederansiedlung trugen im Jahr 2001 endlich Früchte: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren kam es wieder zu einer erfolgreichen Brut in Österreich!

Dennoch ist der Seeadler weiter in Gefahr. Schenken Sie Österreichs Wappentier eine Zukunft: Übernehmen Sie jetzt eine Patenschaft! 
 
Einst war der majestätische Seeadler  Charaktervogel der europäischen Meeresküsten, Flüsse und Seen. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde er durch gezielte Verfolgung, Lebensraumzerstörung und den Einsatz von Pestiziden wie DDT an den Rand der Ausrottung gebracht. In Österreich galt die Art ab 1946 als ausgestorben.

Dank intensiver Schutzmaßnahmen in Nord- und Osteuropa ist der Seeadler wieder nach Österreich zurückgekehrt. 2001 kam es bei uns zur ersten erfolgreichen Brut seit über 50 Jahren!

Momentan brüten wieder 14 Seeadler-Paare bei uns! 88 Jungadler "made in Austria" sind seit 2001 flügge geworden. Auch die Zahl der "Wintergäste" unter den Seeadlern Nord- und Osteuropas ist gestiegen. Heuer wurden in den Wintermonaten 148 Seeadler über Österreich und den Grenzgebieten zu Tschechien, der Slowakei und Ungarn gezählt.

Studie beweist: mehr als 30 Paare haben Platz


Eine Studie an der Universität für Bodenkultur Wien in Zusammenarbeit mit dem WWF ergab, dass in Österreich sogar Platz für etwas mehr als doppelt so viele Brutpaare möglich ist. Am meisten Potenzial hat das Waldviertel, gefolgt von den Auen an Donau, March und Thaya, wo bereits zahlreiche Seeadler erfolgreich brüten. Die Masterarbeit von Zsófia Krasznai zeigt, dass es in Österreich 42 geeignete Gebiete mit einer Fläche von jeweils etwa 100 Quadratkilometern gibt, auf denen sich zumindest 30 bis maximal 50 Seeadlerpaare ansiedeln könnten. Dafür müssen seine Lebensräume aber erhalten und geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Gefährdung durch Giftköder
Doch die natürliche Wiederausbreitung des Seeadlers nach Österreich ist massiv durch den illegalen Einsatz von Giftködern und durch illegale Abschüsse bedroht. Zur Bekämpfung von Füchsen, Mardern oder Krähen legen unverantwortliche Einzelpersonen im Winterhalbjahr Köder aus, denen oft gefährdete Greifvogelarten - die sich im Winter verstärkt von Aas ernähren - zum Opfer fallen. Schenken Sie dem Seeadler eine Zukunft in Österreich! 

Seeadler fliegend

Seit 2000 starben allein acht Seeadler durch Giftköder und drei durch illegale Abschüsse. Daneben trifft es auch immer wieder Adler, die an einer Bleivergiftung - ausgelöst durch die Aufnahme bleihältiger Jagdmunition - zu Grunde gehen. Der WWF hat deshalb 1999 die Aktion "Vorsicht Gift!" ins Leben gerufen.  Exekutivbeamten und Tierärzten gibt ein PDF-Dokument Leitfaden Giftfälle  wichtige Hinweise. WWF "Vorsicht Gift!"-Hotline: 0676/444 66 12

Für Spaziergänger gilt: Achtung vor Giftködern, die oftmals sogar in Siedlungsgebieten ausgelegt werden, bzw. vor Tierkadavern im Freiland! Im Verdachtsfall sofort die WWF-Gift-Hotline unter 0676/444 66 12 verständigen und keine Köder anfassen!

Das WWF Schutzprogramm
Mit seinem großangelegten Schutzprogramm bemüht sich der WWF Österreich seit 1999, den Seeadler als Brutvogel wieder dauerhaft anzusiedeln. Helfen Sie jetzt mit und unterstützen Sie uns bei diesem Projekt! 

Schwerpunkte:
  • Monitoring: Erfassung der Anzahl der Vögel, ihrer Aufenthaltsgebiete und ihres Bruterfolges
  • Identifikation möglicher Gefahren für den sensiblen Bestand.
  • Aktion "Vorsicht Gift!" gemeinsam mit dem Lebensministerium, den Landesbehörden und der Jägerschaft
Das Monitoringprogramm ermöglicht es, jederzeit sagen zu können, wie viele Seeadler sich in Österreich aufhalten und wie sich die Bestände entwickeln. Es ist ein wesentlicher Teil des vom Lebensministerium und von den Bundeländern Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark unterstützten Seeadlerprojekts.

Zum Familienleben des Seeadlers

Seeadler-Paare bleiben ein Leben lang zusammen und bevorzugen fixe Wohnorte. Ihre Horste, die sie oft jahrelang nutzen, zählen mit einer Breite von rund zwei Metern und einer Höhe von bis zu vier Metern zu den größten Nestern im Tierreich. Besonders wichtig ist, dass sie dabei genügend Ruhe haben, da Seeadler sehr störungsempfindlich sind und ihre Brut bei Beunruhigung aufgeben.

Mehr Infos über den Seeadler: Hier klicken!
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