Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
50 Jahre WWF: Jubiläum für den Schutz unseres Planeten
Wien, Freitag, 22. 4. 2011- Am 29. April, feiert die bekannteste Umweltorganisation der Welt, der World Wide Fund For Nature, ihr 50-jähriges Bestehen und blickt auf zahlreiche Erfolge in fünf Jahrzehnten zurück. „Der WWF wurde nicht nur international sondern auch in Österreich zu einem der wichtigsten Sprachrohre für Natur und Umwelt“, so Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich. Gleichzeitig warnt der WWF aber vor dem weiteren Rückgang der Arten, dem Klimawandel und dem Verlust von Lebensräumen auf allen Kontinenten.
Der WWF wurde am 29. April 1961 mit dem so genannten „Morges-Manifest“ von Naturliebhabern und bekannten Persönlichkeiten in der Schweiz gegründet, wo die Organisation auch heute noch ihren Sitz hat. Heute ist der WWF eine weltumspannende Umwelt- und Naturschutzorganisation mit fünf Millionen Unterstützern in Hundert Ländern der Welt. Der WWF arbeitete mit zahlreichen Regierungen, NGO-Partnern, Unternehmen und einflussreichen Berühmtheiten wie Prinz Philip von Großbritannien, Prinz Bernhard von den Niederlanden und Unternehmern wie Luc Hoffmann zusammen. Dieser Weg war ausschlaggebend für die Erfolge der Organisation in den letzten fünf Jahrzehnten.

Seit 1961 hat der WWF zahlreiche Erfolge im Umwelt- und Naturschutz vorzuweisen. Bis heute arbeitete der WWF wesentlich daran mit, dass mehr als eine Milliarde Hektar Natur unter Schutz gestellt wurden – das entspricht etwa ein Prozent der Erdoberfläche. Besonders engagiert war der WWF beim Schutz der Galápagos-Inseln, bei der Rettung der Tierwelt in Afrika und der Bewahrung der Regenwälder in Südamerika, im Kongo und in Südostasien. Allein in Brasilien ist der WWF seit zehn Jahren aktiv um 600.000 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald unter dauerhaften Schutz zu stellen. Die noch intakten 80 Prozent des Waldes sollen für die kommenden Generationen bewahrt werden. In den 70er Jahren engagierte sich der WWF für die Einrichtung der RAMSAR-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete. Inzwischen gibt es 1.900 solcher wertvollen Regionen mit einer Gesamtfläche von knapp 190 Millionen Hektar. Zusammen mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) gründete der WWF das Programm TRAFFIC, durch das heute mehr als 30.000 Pflanzen- und Tierarten in 175 Ländern Schutzstatus genießen. Der WWF ist auch bis heute auf allen wichtigen internationalen Umwelt- und Klimakonferenzen vertreten.
In weiteren Kampagnen kämpfte die Umweltorganisation für das Überleben der Tiger, der Wale und setze sich für eine EU-weite Regelung von giftigen Chemikalien ein. Nicht zuletzt sorgte der WWF für eine überlebensfähige Population von heute 1.600 Exemplaren seines Wappentieres, des Großen Panda in China. Weitere Errungenschaften waren die Einführung des FSC-Zertifikats („Forest Stewardship Council“) zum Schutz der Wälder und des MSC-Zertifikats („Marine Stewardship Council“) für nachhaltigen Fischfang. Seit 1998 veröffentlicht der WWF mit seinen Partnern den „Living Planet Report“, in dem der Rückgang der Arten und der ökologische Fußabdruck des Menschen auf den Planeten Erde detailliert beschrieben wird. Seit 2007 organisiert der WWF die globale „Earth Hour“, die weltweit größte Aktion für das Klima. 2012 beteiligten sich daran Hunderte Millionen Menschen in 135 Ländern. Heute sind es vor allem der Klimawandel, die Überfischung der Meere und das Artensterben, die im Zentrum der WWF-Arbeit stehen. „Zwischen 1970 und 2012 wurden 30 Prozent der Arten von uns Menschen ausgerottet. Ohne den WWF und seine Partner würde diese Zahl mit Sicherheit noch viel höher sein“, ist Aichberger überzeugt.
Der WWF Österreich wurde 1963 gegründet. Zu den wichtigsten Erfolgen in Österreich zählen die Rettung des Vogelparadieses „Lange Lacke“, der Nationalpark Neusiedlersee, das WWF-Reservat Marchegg mit der noch heute bestehenden Storchenkolonie. In den 80er Jahren kämpfte der WWF gegen das Kraftwerk Hainburg und für den späteren Nationalpark Donauauen. Seit Jahrzehnten arbeitet der WWF Österreich am Schutz der in unserem Land bedrohten Arten, Feuchtgebiete, Flüsse und Wälder, ist aber auch international vor allem im Amazonas, in den Mekongländern, im Pazifik und in Osteuropa aktiv. „Wir hoffen auch für die nächsten 50 Jahre, dass uns unsere Spender und Partner aus Wirtschaft, Politik und Kultur auch weiterhin unterstützen, denn die Aufgabe könnte größer nicht sein – es geht um die Bewahrung unseres Planeten für eine Welt in der auch die künftigen Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden“, appelliert Hildegard Aichberger an die Unterstützer des WWF.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at
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