Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
IPCC-Bericht: WWF fordert Klima- und Naturschutz-Pakt
Im zweiten Teil seines sechsten Sachstandsberichts zeigt der Weltklimarat deutlich, welche Auswirkungen die Klimakrise auf natürliche Ökosysteme und den Menschen hat. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich sieht darin einen Weckruf an die internationale Politik und fordert einen Klima- und Naturschutz-Pakt. „Die Politik darf nicht länger tatenlos zusehen, während intakte Ökosysteme im Rekordtempo vernichtet werden und Menschen dadurch ihre Lebensgrundlagen verlieren. Wir brauchen endlich ambitionierte Maßnahmen, um die schlimmsten Auswirkungen dieser Krise abzufedern und Menschen und Natur vor ihr zu schützen“, fordert Karl Schellmann, Klimaexperte des WWF Österreich. Gerade angesichts der verpassten Chance auf eine breite Einigung bei der COP26 in Glasgow, sollte der Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) die Politik wachrütteln. „Bund, Länder und Unternehmen sind gefordert, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und umfassend zu handeln. Jeder Schritt zählt“, sagt Karl Schellmann.
Der Bericht des Weltklimarats widmet sich auch den Zusammenhängen zwischen der Klimakrise und dem Artensterben. Der WWF fordert, dass Naturschutz und Klimaschutz Hand in Hand gehen müssen: „Wir dürfen uns nicht nur auf technologische Entwicklungen verlassen. Eine intakte Natur ist die unverzichtbare Grundlage, um die Klimakrise zu stoppen, daher müssen wir sie auf allen Ebenen besser schützen – weltweit, aber auch in Österreich“, sagt WWF-Experte Schellmann. Der heimische Bodenverbrauch liegt im Schnitt bei 11,5 Hektar pro Tag und damit um das Vierfache über den Nachhaltigkeitszielen des Bundes. Selbst die wenigen verbliebenen intakten Moore werden immer wieder verbaut, obwohl sie sowohl dem Klimaschutz als auch der Artenvielfalt helfen. Neun von zehn heimischen Wäldern werden zu stark bewirtschaftet und rund 60 Prozent der Flüsse sind laut offiziellen Angaben sanierungsbedürftig.
Der zweite Teil des sechsten Sachstandsberichts des IPCC kann unter diesem Link aufgerufen werden.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









