Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF warnt: Tiwag-Energiestrategie nicht zukunftstauglich
Auch 15 Monate nach Beginn des Ukraine-Kriegs bietet die Tiwag in Tirol immer noch neue Gasanschlüsse an und beharrt auf ihrem teuren Ausbauprojekt für das Kraftwerk Kaunertal. “Das Projekt hätte massive Naturzerstörungen zur Folge und würde das Ötztal stark entwässern. Zudem wäre die tatsächlich produzierte Energie viel geringer als vom Konzern behauptet, weil die Gletscherflüsse in Zukunft deutlich weniger Wasser führen werden. All das zeigt, dass die Energiestrategie der Tiwag nicht zukunftstauglich ist”, warnt Bettina Urbanek vom WWF Österreich. Genau diesen Defiziten widmet sich auch der siebte und finale Artikel der WWF-Onlineserie “Tatort Kaunertal”.
Der WWF fordert eine Energiespar- und Photovoltaik-Offensive von der Landesregierung wie auch von der Tiwag. “Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal ist genauso wenig tragbar wie das Heizen mit Erdgas in der Klimakrise – für beides ist ein rascher Ausstiegsplan notwendig”, fordert Bettina Urbanek vom WWF. “Tirol braucht einen zukunftsfitten Energieversorger, der keine Naturzerstörung und keinen Wassermangel für die Menschen verursacht. Saubere Energie statt maximaler Profit muss das Motto sein.” Derzeit passiere das genaue Gegenteil: “Der Konzern setzt die Menschen im Ötztal der realen Gefahr eines Wassermangels aus. Denn Jahr für Jahr sollen für das geplante Kraftwerksprojekt bis zu 80 Prozent des Wassers aus der Venter und Gurgler Ache abgeleitet werden. Konkret wären das rund 290 Millionen Kubikmeter – das entspricht dem siebenfachen Jahresverbrauch von Innsbruck.”
Die Tiroler Flussheiligtümer Venter und Gurgler Ache werden derzeit großteils von Gletschern gespeist. “Sind diese aufgrund der Klimakrise ganz abgeschmolzen, führen sie im Sommer um rund zwei Drittel weniger Wasser – mit fatalen Folgen für die Wasserversorgung, von der auch Landwirtschaft und Tourismus abhängen”, warnt WWF-Expertin Bettina Urbanek. “Der massive Rückgang des Wassers würde auch die Energieerzeugung stark reduzieren und damit die großen Naturschäden durch den geplanten Mega-Ausbau endgültig indiskutabel machen.” Für das Projekt soll unter anderem der mit mehr als 20 Hektar größte Moor-Feuchtgebietskomplex der österreichischen Hochalpen für immer zerstört werden, denn im Platzertal wäre für einen neuen Speichersee ein 120 Meter hoher Staudamm geplant.
Folge 7 der Serie „Tatort Kaunertal“ finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









