Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik

2. Juni 2026 | Österreich, Panda Magazin, Presse-Aussendung

Fehlende Klimapolitik entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für die Staatsfinanzen, wie eine neue Studie der Ökonomin Sigrid Stagl im Auftrag des WWF zeigt. Demnach können zunehmende Extremwetterereignisse, fossile Preisschocks und unterlassene Investitionen in Klimaschutz Inflation, Wachstum und öffentliche Budgets erheblich belasten. Die Studie warnt vor einer gefährlichen Dynamik aus Klimaschäden, sinkenden Staatseinnahmen und steigenden Finanzierungskosten. Angesichts des Doppelbudgets fordert der WWF daher, Klimarisiken deutlich stärker in die Budgetpolitik einzubeziehen.

Aus ökonomischer Sicht sind die Kosten des Nichthandelns erheblich“, sagt die Ökonomin und Studienautorin Sigrid Stagl. „Klimabedingte Schäden, fossile Preisschocks und steigende Anpassungskosten belasten Unternehmen, Haushalte und öffentliche Finanzen. Investitionen in Klimaschutz und Anpassung erhöhen dagegen die wirtschaftliche Resilienz und reduzieren langfristige Budgetrisiken.

Die Analyse zeigt, dass sich klimabedingte Risiken über mehrere zentrale Kanäle entfalten: Physische Schäden durch Extremereignisse führen zu zusätzlichen öffentlichen Ausgaben und können gleichzeitig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit schwächen. Preis- und Versorgungsschocks wirken auf Inflation und Kaufkraft. Darüber hinaus berücksichtigen Finanzmärkte Klimarisiken zunehmend bei der Bewertung staatlicher Kreditwürdigkeit, was Auswirkungen auf Finanzierungskosten haben kann.

Das Doppelbudget muss die Klimakrise als wirtschaftliche Realität anerkennen. Die eigentliche Budgetfrage lautet nicht, wie viel Klimaschutz kostet, sondern wie teuer fehlende Vorsorge wird. Hochwasser, Dürren und andere Extremereignisse belasten das Budget bereits heute massiv und die Folgekosten werden weiter steigen“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.

Die Analyse von Sigrid Stagl betont, dass eine wirksame Klima- und Transformationspolitik nicht allein über die Finanzpolitik gelöst werden kann, sondern auch klare ordnungspolitische Rahmenbedingungen braucht. Maßnahmen wie ein wirksames Klimaschutzgesetz, die Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes sowie der schrittweise Ausstieg aus Öl und Gas seien entscheidend, um langfristige wirtschaftliche und fiskalische Risiken zu reduzieren. Das Doppelbudget könne dabei einen wichtigen Beitrag leisten, indem es notwendige Rahmenbedingungen und Investitionen absichert. Der WWF sieht daher die gesamte Bundesregierung in der Verantwortung, Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik wirksam zu reduzieren.

Ein zentraler Hebel liegt laut Studie in einer ambitionierten Reform von „klimakontraproduktiven“ Subventionen, Förderungen und Anreizsystemen. Zusätzlich könnten regulatorische Instrumente und die öffentliche Beschaffung mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz strukturelle Wirkungen entfalten. Zugleich unterstreicht die Analyse die positiven makroökonomischen Effekte klimarelevanter Investitionen, die durch Multiplikatoreffekte zur Stabilisierung von Wachstum und Staatseinnahmen beitragen.

Der WWF fordert daher den Abbau umweltschädlicher Subventionen in Milliardenhöhe sowie eine stärkere Verankerung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Doppelbudget. Dazu zählen zum Beispiel Investitionen in Energieeffizienz oder Renaturierungsmaßnahmen. „Umfassender Klimaschutz zahlt sich mehrfach aus. Das Doppelbudget muss diese Chance nützen, anstatt die Rechnung der Klimakrise an kommende Generationen weiterzureichen“, sagt Viktoria Auer vom WWF.

Aktuelle Bilder von Sigrid Stagl und Viktoria Auer sowie die gesamte Studie hier

Rückfragen

Lara Hocek
Pressesprecherin, WWF Österreich

Weitere Neuigkeiten

Haie haben Superkräfte

Haie haben Superkräfte

Starrer Blick und scharfe Zähne: Haie sehen wirklich nicht wie "Kuscheltiere" aus. Doch sie sind mächtig erfolgreich! Haie leben bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren auf der Erde. Sie überlebten sogar die Dinosaurier. Warum? Das verraten wir dir im TEAM PANDA...

mehr lesen
6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

In Peru sind mehr als 6100 junge Flussschildkröten in die Freiheit entlassen worden! Naturschützer*innen haben die Eier an Stränden eingesammelt und sie künstlich ausgebrütet. Nun sind die kleinen "Schildis" groß genug, um sich an den Flüssen und Lagunen des...

mehr lesen
Die Sprache der Wale

Die Sprache der Wale

Die mächtige Schwanzflosse eines Buckelwals © William W. Rossiter / WWF-Canon Wale faszinieren uns durch ihre Größe, ihre spielerische Intelligenz und ihr soziales Verhalten. Wir wissen noch nicht alles über sie. Doch das wenige das wir wissen, versetzt uns in Stauen....

mehr lesen
Tiere der Alpen: Welche kennst du?

Tiere der Alpen: Welche kennst du?

Viele unterschiedliche Tierarten bevölkern die Alpen. Der Gebirgszug ist der größte und höchste Europas! Manche seiner Bewohner sind winzig klein. Dazu gehört der 2,5 Millimeter lange Gletscherfloh, der Temperaturen von bis zu minus 16 Grad aushält. Andere sind sehr...

mehr lesen
Reichtum der Alpen

Reichtum der Alpen

Hohe Gipfel und sanfte Hügel, bunte Bergwiesen und dichte Wälder, verwunschene Moore und wilde Flüsse – die Alpen sind das größte und höchste Gebirge Europas. In einem riesigen Bogen erstrecken sie sich vom Mittelmeer bis ins mittlere Osteuropa. Wer’s gerne warm hat,...

mehr lesen
Mit Herdenschutzhunden im Wolfsgebiet

Mit Herdenschutzhunden im Wolfsgebiet

Wer sich einen Hirten vorstellt, denkt wohl in erster Linie an einen Mann. Doch das entspricht nicht immer der Wirklichkeit. Zum internationalen Frauentag am 8. März erzählt die Hirtin Astrid, wie bei ihr ein typischer Arbeitstag auf der Alm aussieht. Astrid hat schon...

mehr lesen
Wale auf Wanderschaft

Wale auf Wanderschaft

Wale gehören zu den erstaunlichsten Lebewesen unseres Planeten. Wir Menschen bewundern ihre schiere Größe, ihre Intelligenz und auch, wie sie sich untereinander verhalten. So verfügen Wale über ein zwei Arten von "Sprache", die ihnen zum Beispiel bei der Orientierung...

mehr lesen
Ich habe einen Namen!

Ich habe einen Namen!

Pia! Schön, dass du da bist! Gemeinsam mit dem TEAM PANDA setze ich mich für einen lebendigen Planeten ein. Schließlich bin ich ein Panda. Ein Großer Panda. Seit vielen Jahren bin ich als Maskottchen des WWF auf der ganzen Welt als Zeichen für den Schutz unserer Erde...

mehr lesen
Der Komodowaran

Der Komodowaran

Die riesigen Echsen sehen den Dinosauriern ziemlich ähnlich. Eine direkte Verwandtschaft gibt es trotzdem nicht! Warane entwickelten sich nämlich erst viele Millionen Jahre, nachdem die Dinos von der Erde verschwunden waren. Die größte Echse unserer Zeit Der...

mehr lesen
Die bizarren Echsen der Welt

Die bizarren Echsen der Welt

Weltweit gibt es tausende verschiedene Arten von Reptilien. Dazu zählen etwa Krokodile und Schildkröten, oder die in Österreich heimische Ringelnatter und die Zauneidechse. Viel riesiger als unsere Eidechse ist ... Der Komodowaran Die größte Echse der Welt kann drei...

mehr lesen
Die 10 größten Geheimnisse von Löwen

Die 10 größten Geheimnisse von Löwen

1. Fast alle wilden Löwen leben in Afrika, aber eine kleine Gruppe ... ... gibt es in Indien! Der Sasan Gir Nationalpark im Westen Indiens ist die einzige Region außerhalb Afrikas, in der noch freilebende Löwen zu finden sind. 2. Löwen sind Schwergewichte Männchen...

mehr lesen
Was macht die Bank mit unserem Geld?

Was macht die Bank mit unserem Geld?

Die Bank hat von selbst kein Geld. Sie braucht das Geld der Leute die es ihr anvertrauen. Bringst Du Dein Geld zur Bank, dann liegt es aber nicht einfach im Safe. Die Bank verwendet es und leiht es weiter an Menschen und Unternehmen, die damit etwas kaufen oder bauen....

mehr lesen
Rettet die Robbe

Rettet die Robbe

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe braucht Hilfe Im Mittelmeer gibt es Wale, Delfine und sogar eine Robbenart: die Mittelmeer-Mönchsrobbe. 70 Robben leben bei der Insel Gyaros, östlich der griechischen Hauptstadt Athen. Den Robben fehlt es an Fisch - genauso wie den...

mehr lesen
Die Delfine und Wale des Mittelmeers

Die Delfine und Wale des Mittelmeers

Hättest du das gedacht? Im Mittelmeer leben nicht nur Delfine, Haie und Robben, sondern auch ganz große Wale. Sie brauchen einen Rückzugsort, wo sie sich von den zahlreichen Bedrohungen erholen können. Diesen finden sie im Walschutzgebiet Pelagos. Der WWF hat dazu...

mehr lesen
Blauwale: Giganten der Meere

Blauwale: Giganten der Meere

Welches ist das größte Tier der Erde? Richtig - der Blauwal. Er ist vermutlich das größte Lebewesen, das jemals auf der Erde gelebt hat. Der größte bisher gefundene Blauwal war über 35 Meter lang, der schwerste wog etwa 190 Tonnen. Sein Herz ist so groß wie ein...

mehr lesen
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Rechtgrundlage dafür ist unser berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ) zur Nutzung bestimmter Cookies. Diese kannst du über den entsprechenden Link im Footer der Website jederzeit überprüfen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung, Speicherdauer und Übertragung ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit den von uns verwendeten Cookies finden sie in unserer Datenschutzerklärung im Bereich 8.Verarbeitungsvorgänge.

HINWEIS:
Bei Cookies von Drittanbietern die in den USA niedergelassen sind, werden diese ebenfalls nur nach Ihrer Einwilligung gesetzt da den USA vom Europäischen Gerichtshof kein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. So besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten dem Zugriff durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken unterliegen und dagegen keine wirksamen Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.