Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Wir freuen uns über einen Meilenstein in unserem Kampf gegen den von der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal! Das Landesverwaltungsgericht Tirol verpflichtet die Tiwag, dem WWF umfangreiche Informationen zu möglichen Gefahren und zur Sicherheitsvorsorge am Gepatsch-Speicher zu übermitteln. Dies umfasst Berichte und Kartierungen zu Gefahrenzonen durch Naturgefahren, die aktuellste Flutwellenabschätzung, Alarmpläne, Überflutungskarten sowie Berechnungen für Störfälle wie einen Felssturz in den Speicher.
Eine wichtige Entscheidung, denn diese Dokumente sind zentral für die Bewertung des geplanten Ausbaus des Kraftwerks. So bilden etwa Gefahrenanalysen und Alarmpläne die Grundlage für einen wirksamen Schutz der Bevölkerung. Das gilt besonders im Hochgebirge, wo durch Gletscherschwund und tauenden Permafrost die Felsflanken und Hänge instabil werden können. Die Bevölkerung hat also ein berechtigtes Interesse daran, wie Risiken bewertet werden und welche Vorsorge für den Ernstfall getroffen wird.
Ausgangspunkt des Verfahrens war ein WWF-Informationsbegehren vom 24. November 2025. Die Tiwag hatte die Fragen zu möglichen Sicherheitsrisiken nur teilweise beantwortet und dem WWF zunächst keine Dokumente übermittelt. Zuvor hatten mehrere Fachgutachten im Genehmigungsverfahren für den geplanten Kraftwerksausbau bereits auf Defizite bei der Untersuchung von Naturgefahren hingewiesen. Der WWF wird die Dokumente nach ihrer Übermittlung fachlich prüfen.
Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal wäre eine ökologische Katastrophe. Helfen Sie mit, die letzten intakten Naturschätze der Ötztaler Alpen zu bewahren und unterschreiben Sie unsere Petition Stopp Ausbau Kraftwerk Kaunertal.
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