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Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Bregenz, am 24. Juli 2026 – Der WWF kritisiert die geplanten Bibertötungen in Vorarlberg scharf und fordert eine grundlegende Überarbeitung der am Freitag präsentierten Managementverordnung. „Jährliche Tötungskontingente für eine streng geschützte Art sind der völlig falsche Weg. Der Biber ist ein wichtiger Verbündeter für lebendige Gewässer: Er schafft wertvolle Feuchtgebiete, hält Wasser in der Landschaft und stärkt die Artenvielfalt“, sagt WWF-Artenschutzexpertin Christina Wolf-Petre in einer ersten Reaktion. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden und Wasserknappheit sollte diese wertvolle Naturleistung geschützt und gefördert werden.
Die geplante Verordnung ermöglicht die Tötung von bis zu 32 Bibern pro Jahr. Davon entfallen bis zu 23 Tiere auf das reguläre Kontingent, weitere neun könnten in „besonders dringlichen Gefahrenlagen“ getötet werden, so das Land. „Ein pauschales Tötungskontingent untergräbt den Grundsatz, dass jeder Eingriff streng begründet und im Einzelfall geprüft werden sollte. Für die Tötung streng geschützter Tiere darf es keinen vorab festgelegten Rahmen geben“, sagt Wolf-Petre.
Der WWF fordert einen konsequenten Vorrang für Prävention, fachkundige Biberberatung und naturverträgliche Maßnahmen. Vor jedem Eingriff sollten sämtliche Alternativen nachweislich ausgeschöpft und der konkrete Fall unabhängig naturschutzfachlich geprüft werden. „Der Biber braucht Raum zum Leben und ein Management, das auf Lösungen statt Tötungen setzt“, sagt Christina Wolf-Petre von der Naturschutzorganisation WWF.
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