Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Wien, am 27. Juli 2026 – Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Wasserkrise in der Unteren Lobau fordert der WWF einen Krisengipfel von Bürgermeister Michael Ludwig, Umweltstadträtin Ulli Sima und Umweltminister Norbert Totschnig. Ziel müsse ein Maßnahmenpaket sein, das kurzfristig eine kontrollierte Wasserzufuhr aus der Oberen Lobau ermöglicht und die langfristige Sanierung des Nationalparkgebiets auf den Weg bringt. „Anstatt auf ein Regenwunder zu hoffen, müssen alle Verantwortlichen jetzt einen verbindlichen Rettungsplan beschließen. Ansonsten droht eines der wertvollsten Augebiete Österreichs Schritt für Schritt auszutrocknen“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Neben den politisch zuständigen Stellen müssten beim Krisengipfel auch unabhängige Fachleute eingebunden werden.
Die aktuelle Trockenheit wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die seit Jahrzehnten bestehende Wasserkrise. Viele Gewässer führen kaum noch Wasser oder sind bereits ausgetrocknet, der Sauerstoffgehalt sinkt. Die Folgen: Fische und Große Teichmuscheln verenden massenhaft, die stark bedrohten Europäischen Sumpfschildkröten kämpfen ums Überleben.
Dabei sind die notwendigen Maßnahmen gegen die Wasserkrise seit Jahren bekannt. Am Staudigl-Wehr steht Wasser für eine kontrollierte Dotierung der Unteren Lobau zur Verfügung, während ein laufendes ökologisches und hydrogeologisches Monitoring mögliche Auswirkungen auf die Trinkwasserbrunnen begleiten könnte.
Neben der raschen Wasserzufuhr benötigt die Untere Lobau langfristig wieder eine stärkere Anbindung an die Donau im oberen Bereich, naturnahe Fließdynamiken sowie Maßnahmen gegen die Eintiefung der Donau, etwa durch eine ausreichende Schotterzugabe. Auch die Fragen rund um die Trinkwasserversorgung müssen gelöst werden, etwa durch eine Wasseraufbereitungsanlage oder den Anschluss der Lobau-Brunnen an das neue Wasserwerk auf der Donauinsel.
Der WWF fordert alle beteiligten Stellen auf, die seit Jahren bekannten Maßnahmen endlich umzusetzen und den Nationalpark Donau-Auen dauerhaft zu sichern.
Aktuelle Bilder zur Trockenheit in der Unteren Lobau finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen










