In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Schaf mit „Kettenhemd“: WWF kritisiert Kärntens Versäumnisse beim Herdenschutz
Klagenfurt, am 14. Juli 2026 – Anlässlich der öffentlichen Debatte über ein als „Kettenhemd“ bekannt gewordenes Schutznetz für Schafe kritisiert der WWF die fehlende Herdenschutzförderung in Kärnten. „Die Landesregierung lässt die Betriebe beim Herdenschutz im Stich. Kärnten sollte bewährte Maßnahmen wie Herdenschutzzäune, Behirtung und Herdenschutzhunde fördern und rasch ein verlässliches Herdenschutzprogramm auflegen“, sagt WWF-Experte Christian Pichler. Das mit Spitzen versehene Schutznetz sei tierschutzfachlich „höchst problematisch“. Es könne das Tierwohl beeinträchtigen, die Bewegungsfreiheit einschränken und das Verletzungsrisiko erhöhen.
Zu den anerkannten Herdenschutzmaßnahmen im Alpenraum zählen elektrifizierte Schutzzäune, Behirtung, Herdenschutzhunde, Nachtpferche und eine an Gelände, Betrieb und Herdengröße angepasste Weideführung. Der WWF fordert dafür Förderungen, qualifizierte Beratung und praxistaugliche Unterstützung. Kärnten könnte dafür auch verfügbare EU-Fördermittel beantragen und im Land einsetzen.
„Wirksamer Herdenschutz schützt Weidetiere, stärkt die Almwirtschaft und entschärft Konflikte mit dem Wolf. Andere Länder im Alpenraum zeigen das seit Jahrzehnten vor“, sagt Christian Pichler vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus










