Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: Hochwassermilliarde richtig verwenden
Wien, 11. Juni 2013 – Der WWF begrüßt die lang ersehnte Hochwassermilliarde, die Bundesminister Niki Berlakovich heute angekündigt hat. Der WWF kritisiert aber, dass der Rückbau der Flüsse mit keinem Wort erwähnt wird. Auch liegt noch keine Liste der bisherigen ökologischen Hochwasserschutzprojekte seit der letzten „Jahrhundertflut“ 2002 vor. „Das ist eine wichtige Grundlage für die kommenden Maßnahmen und eine Bringschuld des Ministers“, so WWF-Flussexperte Christoph Walder.
Wenn Österreich sicherer werden soll, müssen auch die seit Jahrzehnten verordneten Betonkorsette entfernt, Seitenarme und Auengewässer angebunden sowie Feuchtwiesen als Überflutungsräume ausgewiesen werden. Landwirtschaftliche Flächen und Grünland müssen zukünftig von Verbauungen frei gehalten werden damit sie im Hochwasserfall überschießendes Hochwasser aufnehmen können. In diesen ökologischen Hochwasserschutz sollte der überwiegende Teil der Hochwassermilliarde investiert werden. „Jedem Euro für technischen Hochwasserschutz muss ein Euro für ökologische Hochwassermaßnahmen in der neuen Hochwassermilliarde gegenüber stehen“, sagt Christoph Walder. Der WWF fordert die Bundesregierung auf in einen intensiven Dialogprozess auch mit Naturschutzorganisationen wie dem WWF zu treten. Der WWF bietet dazu seine Mitarbeit an.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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