Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF empfiehlt: Genuss ohne Reue zum Weihnachtsfest
Presseaussendung
Wien, 14. Dezember 2015 – Zu Weihnachten wird gerne geschlemmt und geschmaust. Damit das Feiertagsessen nicht nur dem Gaumen mundet, sondern auch der Natur nicht unnötig schadet, gibt der WWF ein paar Tipps fürs nachhaltige Weihnachtsfest.
Weihnachtsfisch kommt auf den Tisch
Der Weihnachtsfisch hat hierzulande eine lange Tradition. Besonders der Karpfen wird gerne zu Weihnachten gegessen. Fisch statt Fleisch ist aus Sicht der Ernährungswissenschafter auch sehr empfehlenswert. Immerhin haben die ÖsterreicherInnen ohnehin den höchsten Fleischverbrauch in der EU. Unser Verzehr übersteigt die als gesund geltende empfohlene Fleischmenge um mehr als zwei Drittel. Um eine Reduktion des Fleischkonsums aber nicht auf dem Rücken der Fische auszutragen, empfiehlt der WWF, wenn möglich Bio- und regionalen Fisch zu kaufen. Bei Meeresfisch sind das MSC-Siegel für Wildfang und das ASC-Siegel für Zuchttiere eine gute Wahl. Außerdem lässt sich im handlichen WWF-Fischführer nachlesen, welche Fische ohne Bedenken gegessen werden können. www.wwf.at/fischfuehrer
Kekse für Gaumen und Herz
In der Vorweihnachtszeit geht es oft hektisch zu, viele Dinge wollen noch rechtzeitig vor den Festtagen erledigt werden. So bleibt oft wenig Zeit, selbst zu kochen oder zu backen. Doch gerade Fertigprodukte beinhalten oft Palmöl. Grundsätzlich ist Palmöl kein schlechtes Öl – immerhin liefert es bei gleichem Flächenverbrauch mehr Ertrag als andere Öle. Doch aufgrund der steigenden Nachfrage gerät in den Anbauregionen wie Indonesien und Malaysien der Regenwald immer mehr in Bedrängnis. Darum empfiehlt der WWF: Achten Sie auf Qualität und Herkunft! Bio- und physisch zertifiziertes Palmöl bestätigen dem Konsumenten, dass dafür keine Regenwälder gerodet und keine schädlichen Pestizide eingesetzt wurden. Der RSPO gilt hier als Mindeststandard. Auch bei Kakao, der ebenfalls in tropischen Regionen wächst, gilt es Bio und Fairtrade zu bevorzugen. Wenn das Kochen und das Backen also aus zeitlichen Gründen mal nicht möglich ist, bieten diese Labels eine gute Orientierungshilfe. Mehr Konsumententipps zu Palmöl: www.wwf.at/palmoel
Störfaktor Kaviar: Bitte aus Zucht und nur mit CITES-Label
Zu besonderen Anlässen leisten sich viele Menschen gerne besonders exquisite Speisen. Stör-Kaviar beispielsweise erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Störe gibt es schon seit der Zeit der Dinosaurier. Die Jagd auf ihr Fleisch und vor allem den begehrten Kaviar hat sie jedoch zur am stärksten vom Aussterben bedrohten Artengruppe der Welt gemacht. Der WWF setzt sich für das Überleben der letzten intakten Stör-Bestände der EU in der Donau ein, die von Wilderei bedroht sind. Auch in Österreich taucht nach wie vor illegaler Kaviar im Handel auf. Konsumenten können zur Rettung der Störe beitragen, indem sie gezielt danach fragen, ob der Kaviar eine CITES-Banderole trägt und aus Zucht stammt. Konsumenten, die nicht auf Fischrogen verzichten wollen, können alternativ auch auf MSC-zertifizierte Eier anderer Fischarten wie Lachs oder Seehase zurückgreifen. https://www.wwf.at/de/cites-und-kaviar/
Ganz grundsätzlich empfiehlt der WWF, biologisch, regional und saisonal zu kaufen. So werden lange, aufwendige Transportwege verhindert und regionale Betriebe unterstützt. Die Verwendung von biologischen Lebensmitteln garantiert zusätzlich, dass keine Pestizide im Anbau eingesetzt, und strenge Richtlinien angewendet wurden. Der ökologische Landbau ist im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft ressourcenschonender und umweltverträglicher – und weist auch ein größeres Naturschutzpotenzial auf. Es werden keine chemisch-synthetische Pestizide, kaum mineralische Dünger verwendet und auch die Fläche wird weniger bearbeitet – und das tut auch dem Boden gut.
Unter www.ots-video.at steht Redaktionen und Portalen ein WWF-Kurzvideo zum Thema Kaviar und Schutz der Störe kostenlos zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, Pressesprecherin WWF Österreich, E-Mail: theresa.gral@wwf.at. Tel.: 01 488 17 – 216
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert













