Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF und NÖ Landesjagdverband: Erneuter Giftfall in Niederösterreich
Presseaussendung
Wien, 13.7.2017 – Im Bezirk Gänserndorf wurden dieser Tage erneut Giftköder entdeckt. Zwei Eier wurden präpariert, mit Carbofuran gefüllt und mit einer Heißklebepistole wieder verschlossen. Dieses starke Nervengift verursacht einen grausamen und qualvollen Tod. Greifvögel reagieren besonders empfindlich auf das Gift, das sogar indirekt noch zum Tod führen kann, wenn z.B. ein bereits vergiftetes Tier von einem Aasfresser gefressen wird. Aber auch Hunde werden immer wieder durch solche illegale Giftköder getötet.
„Gift auszulegen ist eine illegale Handlung, die für Wildtiere aller Art eine große Gefahr darstellt. Sie können in den Bestand von streng geschützten Arten wie Kaiseradler und Seeadler eingreifen und großen Schaden anrichten. Das ist kein Bagatelldelikt! Auf der Homepage www.kaiseradler.at und unter der WWF-Gifthotline 0676 444 66 12 können Funde gemeldet werden. Oder direkt an die örtliche Polizei“ sagt Flora Hoser, Projektleiterin beim WWF.
„Gift auslegen ist ein Fall für den Staatsanwalt – Gift hat in der freien Natur keinen Platz – ohne WENN und ABER!“ – so Dr. Peter Lebersorger, Generalsekretär des NÖ Landesjagdverbandes.
Im Bezirk Gänserndorf haben sich in den letzten Jahrzehnten seltene Greifvögel eingestellt. Im Jahr 2016 wurde genau in dieser Region der bisher größte Giftfall in Österreich entdeckt. Um die 40 vergiftete Tiere wurden damals gefunden. Gegen zwei Jagdaufseher wurde Anklage erhoben, die Verfahren wurden noch nicht abgeschlossen. Die Urteile werden mit Spannung erwartet. Im Jahr 2012 wurde in der Nähe ebenfalls ein vergifteter Seeadler aufgefunden. Bei dem stark bedrohten Wappentier, von denen es in ganz Österreich nur an die 30 Brutpaare gibt, ist jeder einzelne illegal herbeigeführte Todesfall auch eine Bedrohung für die Stabilität der gesamten Population.
Im Rahmen des internationalen PannonEagle LIFE Projekts (LIFE15/NAT/HU/000902) setzt der WWF in den kommenden fünf Jahren einen Schwerpunkt zur Bekämpfung der illegalen Greifvogelverfolgung. Finanziell unterstützt wird das EU-geförderte Projekt dabei vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, WWF-Pressesprecherin, Tel.: +43 1 488 17/ 216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












