© AdobeStock_26909295
Wildtierkriminalität in Österreich
Eine Bedrohung für die Artenvielfalt
Illegale Tötungen von geschützten Tieren passieren nicht nur in fernen Ländern, sondern auch hier bei uns – mit ernsthaften Folgen für Artenvielfalt und Ökosysteme. Um unsere Natur zu bewahren, setzen wir uns dafür ein, diese Verbrechen zu stoppen und bedrohte Arten langfristig zu schützen.
Hintergrund: Wieso ist Wildtierkriminalität ein großes Problem?
Wenn streng geschützte Arten illegal geschossen oder gefangen oder auch vergiftet werden handelt es sich um Wildtierkriminalität. Wie bedeutend das Ausmaß von Wildtierkriminalität in Österreich ist, hat der WWF im aktuellen Wildtierkriminalitätsbericht zusammengefasst. Zwischen Oktober 2016 und Jänner 2023 gab es über 350 Verdachtsfälle. In mehr als 35 % der Verdachtsfälle konnte illegale Verfolgung festgestellt werden. Weitere 7,5 % fallen wahrscheinlich auch darunter, in diesen Fällen deuten sämtliche Umstände auf Wildtierkriminalität hin. Opfer von illegaler Verfolgung waren vor allem Greifvögel, Falken und Eulen. Der WWF kämpft seit vielen Jahren gegen illegale Verfolgung geschützter Tierarten und arbeitet in unterschiedlichen Projekten.
Ich habe einen Verdacht auf Wildtierkriminalität – Was kann ich tun?
Unsere Wildtiere brauchen Schutz
Wildtiere in Österreich sind bedroht – durch Lebensraumverlust, Straßen, Siedlungen und illegale Verfolgung. Um Arten wie Luchs und Seeadler langfristig zu erhalten, braucht es gezielte Schutzmaßnahmen, Wiederansiedelungen und Monitoring. Nur so können wir die biologische Vielfalt bewahren.
Luchse in Österreich – selten, gefährdet und auf unsere Hilfe angewiesen
Nur etwa 35 Eurasische Luchse leben noch in Österreich. Ihre Lebensräume sind durch Straßen und Siedlungen zerschnitten, viele Tiere sind miteinander verwandt – die genetische Vielfalt schrumpft. Um die Population zu stärken, werden seit den 1970er-Jahren Luchse in Österreich und den Nachbarländern wieder angesiedelt. Auch der WWF unterstützt diese Freilassungen: Mehr Tiere in der Region bedeuten bessere Vernetzung, gesunden Austausch und eine langfristige Zukunft für den Luchs im Alpenraum.
Die Rückkehr des Seeadlers nach Österreich – eine Erfolgsgeschichte
In den 1950er-Jahren war der Seeadler in Österreich ausgestorben, europaweit stand er kurz vor dem Verschwinden. Doch seit dem Start des WWF-Schutzprogramms im Jahr 2000 erholt sich die Art beeindruckend: Heute brüten wieder rund 90 Paare im Land. Um ihr Verhalten besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen gezielt anzupassen, stattet der WWF ausgewählte Tiere mit GPS-Sendern aus – derzeit werden 23 Seeadler kontinuierlich beobachtet.
Aktuelles aus Österreich
WWF: Regierung muss Energiewende naturverträglich gestalten
Umweltschutzorganisation fordert Energiespar- und Naturschutz-Offensive – Bundesregierung bei Schlüssel-Gesetzen säumig – Photovoltaik-Ausbau geht in die richtige Richtung
Luchs Norik und sein Weg in die Freiheit
Großes Abenteuer für den jungen Luchs: Er wurde im Nationalpark Kalkalpen ausgewildert.
WWF und BirdLife: Österreich muss sich für starkes EU-Naturschutzpaket einsetzen
Gesetz mit verbindlichen Zielen zur Wiederherstellung der Natur steht heute auf der Agenda des EU-Umweltrats – Umweltschutzorganisationen sehen großes Potential, um zerstörte und geschädigte Ökosysteme zu retten
EU-Vertragsverletzungsverfahren: WWF fordert Stopp von Verbauung in Schutzgebieten
Österreich verstößt gegen EU-Naturschutzrichtlinien – Natura 2000 Gebiete systematisch zu spät oder mangelhaft ausgewiesen – WWF fordert konsequente und rasche Nachbesserung
WWF kritisiert grausame Jagd auf Fischotter in Kärnten
Tötung von hunderten Fischottern im Land ist Frontalangriff auf streng geschützte Art – Einsatz von Totschlagfallen führt zu qualvollem Tod – WWF fordert mehr Gewässerschutz statt Sündenbock-Politik
Biodiversitäts-Strategie: WWF fordert rasche Umsetzung
Aktionsplan und Budget zur Umsetzung notwendig – Gesamte Bundesregierung und Länder in der Pflicht – WWF fordert mehr hochrangige Schutzgebiete
Fünf WWF-Tipps für umweltschonenden Christbaumkauf
Großteil der Österreicher*innen setzt auf echte Bäume zu Weihnachten – Naturschutzorganisation liefert Entscheidungshilfe für umweltschonende Baumwahl
Weltnaturkonferenz: WWF fordert ambitioniertes Abkommen und sieht große Hausaufgaben in Österreich
COP15 in Kanada startet kommende Woche – WWF-Ziel: “Globaler Naturschutz-Pakt nach dem Vorbild des Pariser Klimaabkommens” – Positionspapier zur biologischen Vielfalt in Österreich präsentiert
Neue Zahlen zum Bodenverbrauch: WWF fordert dringend verbindliche Obergrenze für Flächenfraß
Versiegelungsgrad deutlich gestiegen, Bodenverbrauch weiter extrem hoch – Naturschutzorganisation fordert verbindliche Obergrenze und rasche Vorlage der versprochenen Bodenschutzstrategie samt Maßnahmen
Schützen Sie Österreichs Natur
mit einer
Österreich-Patenschaft!
Gemeinsam können wir Österreichs artenreichste Lebensräume und ihre Bewohner schützen. Ihre Patenschaft macht den Unterschied.










