Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Aus für Belene: WWF gegen Atomkraftausbau in Bulgarien
Sofia/Wien, Donnerstag, 29. März 2012 – Der WWF begrüßt die Entscheidung Bulgariens das Atomkraftwerk Belene an der Donau nahe der rumänischen Grenze nicht zu bauen. Die Umweltorganisation warnt aber davor, einen neuen Reaktor beim bestehenden AKW Kozloduy hinzuzufügen und ein Gaskraftwerk in Belene zu errichten. „Das ist nicht die Antwort auf die Energiefragen Bulgariens“, so der WWF. „Wir haben uns jahrelang gegen das AKW Belene eingesetzt, denn Atomkraft soll keinen Platz in Bulgariens Energiezukunft haben“, sagte der bulgarische WWF-Klimaexperte Georgi Stefanov heute.
Der WWF fordert für Bulgarien einen Wandel zu erneuerbaren Energien. Dazu zählen nicht die Atomkraft und ebenso wenig fossile Energieträger wie Erdgas. Der WWF weist darauf hin, dass fossile Energieträger den Klimawandel anheizen, Land und Wasser kontaminieren und im Zuge des Baus großer Infrastrukturprojekte die Biodiversität beeinträchtigen. „Wie lange braucht es noch, bis Bulgariens Politiker endlich aufwachen und sich für intelligente, erneuerbare Energieformen einsetzen. Die Zukunft gehört sauberen, billigen und dezentralisierten, erneuerbaren Energielösungen“, so Stefanov.
Bulgariens Wirtschafts- und Energieminister Delyan Dobrev reist am Donnerstag nach Moskau und versucht die russische Vertragsfirma zu überzeugen, keine rechtlichen Schritte zu unternehmen. „Wir hoffen, dass das Ergebnis dieses Treffens für Bulgarien ausgeht und dass das AKW Belene endgültig begraben wird. Der WWF will in Bulgarien weiter gegen Atomkraft und fossile Energieprojekte ankämpfen.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf













