Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Anlässlich der kürzlich gestarteten ersten Bauarbeiten für die S1 Lobau-Autobahn kritisiert die Naturschutzorganisation WWF den „sündteuren Irrweg“ der Asfinag und des verantwortlichen Verkehrsministers Peter Hanke. „Das Durchboxen der Lobau-Autobahn gegen alle Bedenken ist fahrlässig und zukunftsvergessen. Die Umwelt- und Gesundheitsrisiken sowie die Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen die Lobau-Autobahn. Sie gefährdet ein Naturparadies, versiegelt bestes Ackerland und sabotiert das Erreichen der Klimaziele”, sagt Simon Pories vom WWF anlässlich eines PRESSE-Berichts vom Mittwoch über die so genannten „Vorarbeiten“ der Asfinag.
Die gesamte Lobau-Autobahn würde im Endausbau zum Verlust von bis zu 160 Hektar an landwirtschaftlich genutzten Böden führen – und das in der Region mit den fruchtbarsten Böden Österreichs. „Die Lobau-Autobahn ist mit ihrer gigantischen Versiegelung nicht nur ein Verlust für die Kornkammer Österreichs, sondern beeinträchtigt auch den Wasserhaushalt und die Artenvielfalt der Region. Das schadet dem Klima, der Umwelt und der Artenvielfalt zusätzlich”, sagt Pories. Zusätzlich drohe mit dem Autobahn-Anschluss auch ein Wildwuchs an neuen Gewerbeparks.
Laut bisherigen Aussagen von renommierten Fachleuten und des Umweltbundesamts würde die Südosttangente (A23) nur wenig entlastet, aber speziell in den Bezirken nördlich der Donau würde die Verkehrsbelastung sogar stark zunehmen. Der WWF fordert stattdessen vor allem den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und eine flächensparende Raumplanung, die sich entlang hochrangiger öffentlicher Verkehrsmittel wie der Bahn orientiert und damit auch wertvolle Böden schützt.
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