In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Dürnkrut holt sein Storchenpaar zurück
Wien, Dürnkrut am 15. April 2011 – Bis vor einem Jahr hatte die Gemeinde Dürnkrut ihren eigenen Storchenhorst auf einem alten Fabriksgebäude. Im Zuge von Renovierungsarbeiten musste dieser Horst entfernt werden. Seither hat kein Storchenpaar mehr in Dürnkrut gebrütet. In einer gemeinsamen Aktion bauten die Gemeinde, der WWF und das Weinviertel Management nun eine Nisthilfe, die Meister Adebar dazu animieren soll, nach Dürnkrut zurückzukehren.
Mit Unterstützung der Gemeinde Dürnkrut wurde auf einem alten Strommast ein Kunsthorst angebracht. Die Konstruktion besteht aus einem aus Weidenästen geflochteten Korb mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter, der mit Astmaterial und Heu befüllt ist.
„Genau auf demselben Mast hat ein Storchenpaar vor längerer Zeit schon einmal versucht, einen Horst zu errichten“, weiß der Dürnkruter Bürgermeister Herbert Bauch. „Vielleicht kommt sogar dasselbe Paar zurück? Mit unserer Schützenhilfe sollte es mit dem Nachwuchs eigentlich bald klappen“, so der Bürgermeister schmunzelnd.

„Jede Nisthilfe ist eine Unterstützung für die Weißstorch-Population der March-Thaya-Auen“, freut sich auch Bernadette Strohmaier vom WWF über die gelungene Aktion. „Es gibt leider immer weniger ursprüngliche Hortsbäume, vor allem alte Eichen.“ Deshalb müsse man den Störchen mit anderen geeigneten Unterlagen weiterhelfen. DIm vergangenen Jahr brüteten insgesamt rund 67 Storchenpaare in den March-Thaya-Auen. Erfreulicherweise war der Bestand der Weißstorchpaare in den Auen in den vergangenen Jahren relativ stabil.
Kleinprojekte wie die Storchenrettung werden im Rahmen des RAMSAR-SKAT Programms vom Weinviertelmanagement und dem WWF begleitet. „Unter dem Motto ‚Naturschutz in meiner Gemeinde’ freuen wir uns über alle Initiativen für den Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume in den March-Thaya-Auen“, lädt Martina Liehl vom Weinviertelmanagement zum Mitmachen ein. Informationen dazu gibt es unter www.march-thaya-auen.at.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin
Tel. 01/488 17-250 , E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













