Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Energieeffizienz: Österreich seit sechs Monaten säumig bei EU-Richtlinie, 2030-Ziel wackelt
Österreich ist bei der nationalen Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie bereits seit über sechs Monaten im Rückstand, konkret seit dem 11. Oktober 2025. Darauf macht die Umweltschutzorganisation WWF aufmerksam und warnt vor den Folgen dieses Stillstands. „Dass die Bundesregierung eine zentrale EU-Vorgabe zum Energiesparen nicht fristgerecht umgesetzt hat, ist in der aktuellen Energiekrise besonders problematisch. Ein hoher Energieverbrauch macht unser Land anfällig für Preisschocks und erhöht die Abhängigkeit von fossilen Importen“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. Zudem läuft bereits ein potenziell teures Vertragsverletzungsverfahren durch die EU-Kommission.
Eine aktuelle WWF-Berechnung zeigt den Handlungsbedarf in Sachen Energiesparen: Seit 2005 ist der heimische Energieverbrauch nur sehr langsam gesunken, im Schnitt nur um 0,38 Prozent pro Jahr. Um das aktuelle EU-Ziel 2030 zu erreichen, müsste der Rückgang ab sofort fast vervierfacht werden, auf umgerechnet rund 1,5 Prozent pro Jahr. Ohne zusätzliche Maßnahmen steuert Österreich auf eine Zielverfehlung von über zehn Prozent zu, prognostiziert der WWF unter Verweis auf Zahlen des Umweltbundesamts. „Die Defizite beim Energiesparen machen nicht nur die aktuelle Energiekrise teurer als notwendig, sondern könnten auch zusätzliche Kosten für das Budget verursachen. Am Ende eines verlorenen EU-Vertragsverletzungsverfahrens drohen nämlich Strafzahlungen in Millionenhöhe“, warnt Viktoria Auer.
Der WWF fordert daher ein rasches Umsteuern von der Bundesregierung: „Österreich braucht endlich ein Energieeffizienzgesetz mit Biss: mit verbindlichen Einsparzielen und Sanktionen. Jede weitere Verzögerung macht uns abhängiger, verwundbarer und treibt die Kosten weiter in die Höhe“, sagt Viktoria Auer vom WWF. Das bisherige Gesetz sei zahnlos und in der Praxis gescheitert. Es brauche daher deutliche Nachschärfungen.
Für die entsprechende Novelle benötigt die Bundesregierung die Zustimmung von zumindest einer Oppositionspartei, weil es sich um eine parlamentarische Zwei-Drittel-Materie handelt.
News
Aktuelle Beiträge
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen









