660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
Erste Group setzt auf mehr Klimaschutz
Wien, 22. April 2011 – Mit dem Ziel, die betrieblichen CO2-Emissionen innerhalb der nächsten drei Jahre um 15 Prozent zu reduzieren, sind die Erste Group Bank AG (‚Erste Group’) und die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG (‚Erste Bank Oesterreich’) der Unternehmensplattform WWF CLIMATE GROUP beigetreten. “Ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Region, in der wir als Sparkasse aktiv sind, darf kein Lippenbekenntnis sein“, so Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group. „Daher wollen wir konkrete Maßnahmen setzen und sind der WWF CLIMATE GROUP beigetreten. Damit verpflichten wir uns durch die Verkleinerung unseres ökologischen Fußabdrucks, einen messbaren Beitrag für eine klimafreundliche Zukunft zu leisten.“
Ein grüner Fahrplan für eine nachhaltige Zukunft
Gemeinsam mit dem WWF erstellt die Erste Group in Österreich jährlich Maßnahmenpläne für die Bereiche laufender Betrieb, Gebäudemanagement, Produktportfolio sowie Kommunikation. Darin enthalten sind zahlreiche Aktivitäten, wie die schrittweise Umstellung des firmeneigenen Fuhrparks auf Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß von unter 120g/km oder die Steigerung des Stromanteils aus erneuerbaren Energiequellen. Eine Reduktion des Papierverbrauchs sowie ein zukünftig verstärkter Erwerb von Papierprodukten aus nachhaltiger Forstwirtschaft sind weitere Schritte in der Umsetzung. Im Mittelpunkt vieler Maßnahmen stehen aber vor allem die Mitarbeiter. Umweltschutz beginnt in den Köpfen der Menschen. Daher gilt es, die Mitarbeiter darüber zu informieren, welchen Beitrag jeder Einzelne zu einem nachhaltigeren Umgang mit den natürlichen Ressourcen leisten kann. Bereits realisiert wurde dies in der firmeneigenen Küche, wo beim täglichen Angebot verstärkt auf Regionalität und Bio-Lebensmittel gesetzt wird. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Minimierung des CO2-Ausstoßes bei Dienstreisen, beispielsweise durch den Einsatz neuer Technologien wie Videoconferencing.
Erste Group-Stabstelle für ein konzernweites Bewusstsein
Um das Thema Klimaschutz und die Schonung der natürlichen Ressourcen konzernweit im Unternehmen zu verankern, wurde die Stabstelle „Group Environmental Management“ gegründet. „Nur wenn es gelingt, die ökonomischen und ökologischen Interessen miteinander zu vereinen, wird jene Nachhaltigkeit im Umweltbereich geschaffen, die schon seit fast 200 Jahren für die Sparkassen und die Erste Bank Teil unseres Geschäftsmodells sind“, beschreibt Klaus Bergsmann, Leiter der Stabstelle, das konzernweite Engagement.
Grüne Angebote für ein klimafreundliches Wirtschaften
Ziel der WWF CLIMATE GROUP ist die Umsetzung weit reichender Klimaschutzmaßnahmen in Österreich. Dies erfordert neben den innerbetrieblichen Hausaufgaben jedes Partners vor allem die Einbindung möglichst vieler Österreicher. „Die Erste Group ist für uns ein wichtiger Partner auf dem Weg hin zu einem klimaschonenderen Wirtschaften in Österreich“, betont Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich. „Durch den Einbezug von Klimaschutzaspekten in die Kreditvergabe oder nachhaltige Fondsprodukte können wir auf Konsumenten- wie auch Unternehmensebene enorm viel bewegen.“
WWF CLIMATE GROUP: ein grüner Schulterschluss der Wirtschaft
2007 gegründet, avancierte die WWF CLIMATE GROUP zur größten privaten Klimaschutzinitiative Österreichs. Mit ihren nunmehr sieben Mitgliedern – neben der Erste Group das Einrichtungshaus IKEA, der Versicherungskonzern Allianz, das Telekommunikationsunternehmen A1 Telekom Austria, der Getränkehersteller Pfanner, der internationale Technologiekonzern FRONIUS sowie der österreichische Drogeriemarkt dm – deckt die WWF CLIMATE GROUP beinahe alle Lebensbereiche ab. Alle Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, die firmeneigenen CO2-Emissionen innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent zu reduzieren. Zudem soll das Bewusstsein bei Kunden sowie Mitarbeitern für mehr Energieeffizienz und einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen geschärft werden, unterstützt durch klimafreundliche Angebote und Aktivitäten. Mehr Informationen unter www.climategroup.at
Kontakt WWF
Lisa Simon (WWF Pressesprecherin), Mobil: 0676-83488-215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
Pressestelle:
Doris Hartl (Group Press Officer), Tel: +43 50100 – 11676, E-Mail: doris.hartl@erstegroup.com
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.













