Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
EU-Biodiversitätsstrategie: WWF sieht positive Signale für Naturschutz-Wende
Umweltschutzorganisation pocht auf wirksame Umsetzung und starke Finanzierung - Produkte, die in Zusammenhang mit Naturzerstörung stehen, aus der EU verbannen
Brüssel, Wien, 20.Mai 2020. Im Zuge einer ersten Bewertung begrüßt der WWF Österreich die heutige Ankündigung der EU-Kommission, verbindliche EU-Ziele zur Wiederherstellung von zerstörten Ökosystemen bis 2021 zu schaffen. “Das wäre ein großer Schritt, weil freiwillige Ansätze bisher spektakulär gescheitert sind. Die Sanierung von zerstörten Ökosystemen erhöht nicht nur die Artenvielfalt, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Moore und Wälder sind wichtige Kohlenstoffsenken“, sagt Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich. Die EU-Biodiversitätsstrategie sieht zudem vor, dass 30 Prozent der europäischen Land- und Meeresfläche bis zum Jahr 2030 geschützt werden. „Entscheidend ist jetzt die wirksame Umsetzung dieser Ziele, denn Papiertiger hatten wir lange genug. Daher muss auch die österreichische Bundesregierung alles dafür tun, damit die positiven Eckpunkte der Strategie nicht noch verwässert werden“, sagt Simons mit Blick auf die weiteren Verhandlungen.
Der WWF unterstützt insbesondere die Kommissions-Ankündigung eines Gesetzesentwurfes, der verhindern soll, dass Produkte die in Zusammenhang mit massiver Entwaldung stehen, auf den europäischen Markt gelangen. „Produkte, die in Zusammenhang mit Naturzerstörung stehen, müssen aus der EU verbannt werden. Dafür braucht es aber noch klare gesetzliche Vorgaben und vor allem eine wirksame Durchsetzung in der Praxis“, sagt Simons.
Hinsichtlich der Finanzierung der Strategie sieht der WWF noch großen Nachholbedarf. „Die bisher genannten Summen reichen nicht annähernd aus. Dafür sind die Probleme der Klima- und Biodiversitätskrise viel zu groß“, warnt Hanna Simons. Eine große Lücke ist auch die fehlende konkrete Verpflichtung zum Abbau biodiversitätsschädlicher Subventionen.
Rückfragehinweis:
WWF Österreich, Mag. Volker Hollenstein, Leiter Politik & Kommunikation
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
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